Sundbrückentour auf Fehmarn mit dem Fahrrad
Ab Burgtiefe durch Inseldörfer, zu kleinen Häfen und zum Kleiderbügel
Vielleicht war sie bei deiner Anreise der erste Moment, in dem sich alles nach Urlaub angefühlt hat: die Fehmarnsundbrücke. Auf der Sundbrückentour lernst du den markanten Stahlbogen aus einer anderen Perspektive kennen. Du radelst durch die Dörfer im Inselinneren, machst in Orth am Hafen Pause und folgst den Deichwegen rund um die Orther Reede. Später stehen der kleine Leuchtturm Strukkamphuk und der Blick über den Sund auf dem Programm.
Die Runde ist eine gut planbare Tagestour für Radfahrende mit etwas Ausdauer. Die Komoot-Strecke misst 42,7 Kilometer; für Start und Ziel in Burgtiefe kommt die Verbindung zur Rundstrecke hinzu. Mit Hafenstopps, Mittagspause und Zeit am Wasser würde ich fünf bis sieben Stunden einplanen. Zurück geht es über Wulfen und Burgstaaken an den Südstrand.
Für den nächsten Radtag gibt es außerdem die Hafentour im Osten und die große Inselumrundung. Was Fehmarn zum Radfahren ausmacht, steht auf Fahrradtouren auf Fehmarn.
Die Sundbrückentour auf einen Blick
- Start und Ziel: Burgtiefe am Südstrand, Einstieg in die Rundstrecke bei Neue Tiefe
- Strecke: 42,7 km Komoot-Rundstrecke, dazu Hin- und Rückweg ab Burgtiefe sowie gewählte Abstecher
- Fahrzeit: etwa 3 bis 3½ Stunden bei gemütlichem Tourentempo, mit Pausen 5 bis 7 Stunden
- Höhenmeter: 40 Meter Anstieg in der Komoot-Vorlage
- Anspruch: mäßig, überwiegend flach, mit Wind und wechselndem Untergrund
- Passendes Rad: Trekkingrad oder E-Bike mit Reifen für Asphalt, Kies und unbefestigte Abschnitte
- Wegweiser: Fehmarnsundbrücken-Symbol an den Fahrradwegweisern
Die Tour zum Mitnehmen
Die Runde liegt bei Komoot, mit Karte und GPX: Sundbrückentour auf Fehmarn. Dort stehen 42,7 Kilometer, 40 Höhenmeter und 2 Stunden 44 Minuten. Das ist eine berechnete Fahrzeit ohne ausgedehnte Stopps.
Die Vorlage beginnt in Lemkenhafen. Weil es eine Rundtour ist, steigst du genauso gut am Südstrand ein; auf der Karte oben liegt der Startpunkt deshalb dort, wo die Route Burgtiefe berührt. Die genaue Gesamtlänge ab deiner Unterkunft hängt davon ab, wo du losfährst und welche Abstecher du einbaust.
Lege deinen tatsächlichen Startpunkt vor der Fahrt in der Navigation fest. Unterwegs hat die Beschilderung Vorrang vor jeder gespeicherten Datei.
So verläuft die Sundbrückentour ab Burgtiefe
Burgtiefe, Neue Tiefe, Burg, Niendorf, Landkirchen, Neujellingsdorf und Altjellingsdorf, Lemkendorf, der südliche Ortsrand von Petersdorf, Kopendorf und Sulsdorf, Orth, der Deich bei Gollendorf, Lemkenhafen, Westerbergen und Gold, Strukkamphuk, Strukkamp und Avendorf, Fehmarnsund, Wulfen, Burgstaaken, Neue Tiefe und zurück nach Burgtiefe.
In dieser Richtung liegen die Dörfer am Vormittag, die Häfen an der Orther Reede ungefähr zur Mittagszeit und der Sund mit der Brücke in der zweiten Tageshälfte.
- 1. Von Burgtiefe nach Burg
- 2. Über Niendorf nach Landkirchen
- 3. Durch die Dörfer bis Petersdorf und weiter nach Orth
- 4. Hafen Orth und ein Besuch in Schwanitz
- 5. Auf dem Deich an der Orther Reede nach Lemkenhafen
- 6. Über Westerbergen und Gold an der Küste entlang
- 7. Leuchtturm Strukkamphuk und der Blick zum Sund
- 8. Die Fehmarnsundbrücke aus der Nähe erleben
- 9. Über Wulfen an den Burger Binnensee
- 10. Burgstaaken mit Fischerbooten und Hafenpause
- 11. Zurück in Burgtiefe
1. Von Burgtiefe nach Burg
Dein Tag beginnt zwischen Südstrand und Burger Binnensee. Vom jeweiligen Ausgangspunkt in Burgtiefe fährst du über die Radverbindung nach Neue Tiefe und dort auf die Rundstrecke Richtung Burg. Den Yachthafen mit seinen Stegen und den Sitzplätzen am Wasser kannst du dir für die Rückkehr aufheben.
In Burg lohnt ein kurzer Blick in die Altstadt. Rund um den Marktplatz stehen Fachwerkhäuser, dazwischen liegen kleine Geschäfte und Cafés. Falls noch Wasser oder Proviant fehlen, kannst du hier ergänzen. Für einen ausgiebigen Stadtbummel würde ich einen anderen Tag vorsehen: Heute warten noch die Deiche und der Sund.
2. Über Niendorf nach Landkirchen
Hinter Burg führt die Runde über Niendorf nach Landkirchen. Felder und Dorfstraßen bestimmen jetzt das Bild. Auf diesem Abschnitt durch das Inselinnere findest du deinen Rhythmus; an den offenen Flächen merkst du zugleich, wie viel Unterstützung oder Widerstand der Wind heute mitbringt.
In Landkirchen lohnt für Geschichtsinteressierte ein kurzer Abstecher zur St.-Petri-Kirche. Ihr hölzerner Glockenturm steht getrennt vom Kirchengebäude. Drinnen befindet sich der alte Landesblock: eine Truhe für wichtige Dokumente der Insel, die einst nur drei Kämmerer mit ihren Schlüsseln gemeinsam öffnen konnten. Eine kleine Geschichte darüber, wie Fehmarn seine Angelegenheiten regelte, lange bevor Urlauber über die Sundbrücke kamen.
3. Durch die Dörfer bis Petersdorf und weiter nach Orth
Über Neujellingsdorf, Altjellingsdorf und Lemkendorf geht es westwärts. Die Route führt am südlichen Ortsrand von Petersdorf entlang. Wer den Ort näher kennenlernen möchte, plant einen Abstecher ins Zentrum zur St.-Johannis-Kirche ein. Ihr 64 Meter hoher Turm diente auch Seefahrern als Orientierung. So begegnet dir die maritime Geschichte der Insel schon ein gutes Stück vom Wasser entfernt.
Danach wendet sich die Runde über Kopendorf und Sulsdorf nach Süden. Der nächste größere Halt ist Orth. Ab hier bekommt dein Tag einen anderen Takt: weniger Strecke durch die Dörfer, mehr Zeit an Hafenbecken und Küste.
4. Hafen Orth und ein Besuch in Schwanitz
In Orth stehen die Häuser dicht am Hafen, Boote liegen vor den Fassaden, und Kopfsteinpflaster gehört zum Ortsbild. Stell das Fahrrad ab und geh ein Stück am Hafenbecken entlang. Für die längere Mittagspause würde ich mir diesen Ort vormerken: einmal sitzen, etwas essen und in Ruhe aufs Wasser schauen.
Falls dir die Kulisse bekannt vorkommt, liegt das vielleicht an „Nord bei Nordwest“. Orth ist einer der Drehorte der ARD-Krimireihe und wird dabei Teil des fiktiven Ortes Schwanitz. Auch ohne Filmteam macht es Spaß, vertraute Ansichten wiederzuentdecken.
5. Auf dem Deich an der Orther Reede nach Lemkenhafen
Von Orth folgt die Runde dem Deich entlang der Orther Reede, vorbei am Küstenabschnitt bei Gollendorf bis Lemkenhafen. Jetzt öffnet sich der Blick über die Bucht. Wasser auf der einen Seite, flaches Inselland auf der anderen: Für diesen Abschnitt lohnt es sich, etwas Tempo herauszunehmen. Zum Fotografieren hältst du am besten kurz an einer geeigneten Stelle abseits der Fahrspur.
In Lemkenhafen wartet der nächste kleine Hafen. Wenn du in Orth schon gegessen hast, passt hier vielleicht ein Kaffee. Ein zusätzliches Ziel im Ort ist die Windmühle „Jachen Flünk“. Die ehemalige Graupenmühle wurde 1787 gebaut und beherbergt heute das Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum. Sie erzählt von dem Fehmarn, dessen Alltag von Landwirtschaft, Verarbeitung und Handel geprägt war. Für einen Museumsbesuch planst du zusätzliche Zeit ein.
6. Über Westerbergen und Gold an der Küste entlang
Hinter Lemkenhafen geht es über Westerbergen an der Küste entlang Richtung Gold. Die Runde begleitet die Ostseite der Orther Reede und führt überwiegend am Deich weiter. Während die Uferlinie nach Süden schwenkt, verändert sich der Blick auf die Bucht.
Gold ist ein bekanntes Wassersportrevier mit flachem Wasser. Bei passendem Wind kannst du vom Land aus Kitesurfern zuschauen. Für dich ist der Küstenabschnitt ein guter Platz für eine Trinkpause vor dem nächsten Ziel: dem kleinen weißen Leuchtturm Strukkamphuk.
7. Leuchtturm Strukkamphuk und der Blick zum Sund
Der Leuchtturm Strukkamphuk ist der kleinste Leuchtturm Fehmarns. Ein Leuchtfeuer gibt es hier seit 1872, der heutige weiße Betonturm stammt von 1935. Seine Aufgabe war und ist ganz praktisch: Schiffen bei der Orientierung zu helfen. Auf der Radtour wird daraus ein schöner kurzer Halt zwischen Bucht und Sund.
Nimm dir hier einen Moment für den Blick übers Wasser. Der kleine Turm im Vordergrund und die Fehmarnsundbrücke weiter östlich zeigen zwei sehr unterschiedliche Wege, wie Menschen diese Küste für den Verkehr erschlossen haben. Für ein Foto musst du keine große Besichtigung einplanen; der Ort wirkt auch bei einem kurzen Stopp von außen.
8. Die Fehmarnsundbrücke aus der Nähe erleben
Vom Leuchtturm radelst du über Strukkamp und Avendorf wieder Richtung Südküste. Im Bereich Fehmarnsund kannst du einen Abstecher zum Sundstrand für einen näheren Blick auf die Brücke einbauen. Vom Ufer aus siehst du den Bogen, die Streben und das Wasser darunter zusammen, viel mehr vom Bauwerk als bei einer Überfahrt mit dem Auto.
Seit dem 30. April 1963 verbindet die 963 Meter lange Fehmarnsundbrücke die Insel mit dem Festland. Ihr Spitzname „Kleiderbügel“ erklärt sich beim Blick auf die Silhouette fast von selbst. Wer regelmäßig nach Fehmarn kommt, verbindet mit diesem Umriss oft ganz persönliche Urlaubserinnerungen. Auf der Sundbrückentour hast du Zeit, einfach davor stehen zu bleiben.
Die Rundtour bleibt auf der Insel; eine Überquerung der Brücke gehört nicht dazu. Für die Wege am Sund folgst du der aktuellen Navigation und den Wegweisern vor Ort. Mehr über das Bauwerk und weitere Aussichtspunkte steht auf Die Fehmarnsundbrücke.
9. Über Wulfen an den Burger Binnensee
Vom Sund führt die Runde ostwärts nach Wulfen und anschließend auf den Deich am Burger Binnensee. Hier kommst du Burgtiefe wieder näher, zunächst allerdings auf der gegenüberliegenden Seite des Wassers. Die Gebäude am Südstrand tauchen im Blickfeld auf, während du dem Ufer Richtung Burgstaaken folgst.
Für mich wäre das ein guter Abschnitt, um noch einmal eine Pause am Wasser einzuplanen. Wer zum Wulfener Hals möchte, ergänzt einen eigenen Abstecher ab Wulfen und kehrt anschließend zur Route zurück. Der Rückweg nach Burgtiefe führt landseitig über Burgstaaken und Neue Tiefe.
10. Burgstaaken mit Fischerbooten und Hafenpause
In Burgstaaken wird es noch einmal lebendig. Hier liegen Fischerboote, von hier starten Angel- und Ausflugsschiffe, und rund um das Hafenbecken gibt es Restaurants, Cafés und Museen. Nach den Deichwegen passt ein kleiner Hafenbummel. Vielleicht wird daraus ein Fischbrötchen zum späten Nachmittag, die letzte größere Pause vor Burgtiefe.
Danach folgst du der Verbindung am Burger Binnensee Richtung Neue Tiefe und fährst zurück an deinen Ausgangspunkt. Die Komoot-Runde ist damit geschlossen; für dich fehlen nur noch die letzten Meter bis zum Südstrand oder zur Ferienwohnung.
11. Zurück in Burgtiefe
Zum Abschluss passt ein Spaziergang an der Yachthafenpromenade oder der Blick vom Utkieker. Nach den Dörfern, Hafenorten und Deichen erkennst du auf der anderen Seite des Binnensees vielleicht schon den Abschnitt wieder, auf dem du vorhin gefahren bist. Oder du stellst das Rad einfach ab und gehst an den Südstrand.
Meine Tipps für einen entspannten Tourentag
An einem Tag mit genügend Tageslicht würde ich gegen 9 Uhr nach dem Frühstück starten. So passen eine längere Pause in Orth, kurze Stopps in Lemkenhafen und am Leuchtturm sowie etwas Zeit am Sund gut in den Tag. Bei gemütlicher Fahrt ist eine Rückkehr am Nachmittag realistisch. Im Herbst und Winter solltest du die kürzere Tageslänge berücksichtigen.
- Wind mitplanen. Besonders auf den Deichen spürst du Gegenwind deutlich. Prüfe die Vorhersage und wähle bei Bedarf die umgekehrte Fahrtrichtung.
- Pausen auswählen. Für eine entspannte Runde reichen eine längere Einkehr und mehrere kurze Stopps. Kirchen, Museum und Wulfener Hals sind zusätzliche Möglichkeiten, die Zeit und teilweise Kilometer kosten.
- Untergrund beachten. Asphalt, fester Kies, loser Untergrund und Kopfsteinpflaster wechseln sich ab, dazu kommen schmalere Wege. Ein bequemes Tourenrad mit passenden Reifen erleichtert den Tag.
- Wasser, Snack, Windjacke und Sonnenschutz einpacken. Schloss, Pumpe und Flickzeug gehören ebenfalls dazu. Für das E-Bike den Akku laden und Reserve für Gegenwind lassen.
- Route vorher speichern. Starte die Navigation an deiner Unterkunft und beachte die Beschilderung unterwegs. Prüfe die Öffnungszeiten deiner gewünschten Einkehr, besonders außerhalb der Hauptsaison.
Häufige Fragen zur Sundbrückentour
Wie lang ist die Sundbrückentour ab Burgtiefe?
Die Komoot-Rundstrecke ist 42,7 Kilometer lang. Bei Start und Ziel in Burgtiefe kommen die Verbindung zur Runde bei Neue Tiefe und zurück sowie mögliche Abstecher hinzu. Die genaue Gesamtlänge zeigt dir deine angepasste Navigation.
Ist die Sundbrückentour an einem Tag machbar?
Ja, mit etwas Ausdauer lässt sie sich gut an einem Tag fahren. Plane etwa drei bis dreieinhalb Stunden reine Fahrt und insgesamt fünf bis sieben Stunden mit Pausen. Starker Gegenwind oder längere Besichtigungen können die Tour verlängern.
Führt die Tour über die Fehmarnsundbrücke?
Nein, die Rundtour bleibt auf Fehmarn. Du näherst dich der Brücke auf der Inselseite; die Route führt über Strukkamp und Avendorf. Für einen näheren Blick auf das Bauwerk planst du einen Abstecher zum Sundstrand ein. Mehr dazu steht auf Die Fehmarnsundbrücke.
Eignet sich die Sundbrückentour für Kinder?
Für radgeübte Kinder mit Erfahrung auf längeren Strecken kann sie passen. Die Runde umfasst auch Straßen, schmalere Wege und unebenen Untergrund. Entscheidend sind Ausdauer, Fahrpraxis und Wetter. Für jüngere Kinder bietet sich zunächst ein kürzerer Ausflug von Burgtiefe nach Burgstaaken an.
Welche der drei Touren hat die schönsten Häfen?
Die Sundbrückentour: Orth und Lemkenhafen liegen beide an der Orther Reede und sind kleiner und stiller als Burgstaaken. Wer Hafenbetrieb im größeren Maßstab sehen will, nimmt die Hafentour mit Burgstaaken und dem Fährhafen Puttgarden.
Dein Ausgangspunkt am Südstrand
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Herzliche Grüße vom Südstrand, Frank