Der Arbeitshafen der Insel
Burgstaaken auf Fehmarn
Burgstaaken ist der Fischerei- und Arbeitshafen Fehmarns. Hier liegen die Kutter, die morgens tatsächlich hinausfahren, hier wird der Fang angelandet, und hier steht das Getreidesilo, das man von halb Burgtiefe aus sieht. Vier Kilometer vom Südstrand entfernt, und ein ganz anderer Ort.
Wer nach Fehmarn fährt, kennt meist den Strand und die Promenade am Yachthafen Burgtiefe. Burgstaaken ist die Gegenseite: weniger hübsch gemacht, dafür echt. Ein Nachmittag dort ist der beste Regentag-Ersatzplan, den die Südseite der Insel zu bieten hat.
600 Meter Luftlinie, 3,5 Kilometer zu Fuß
Vom Yachthafen Burgtiefe aus sieht man Burgstaaken liegen: Silo, Masten, bei klarer Sicht der Turm des U-Boots. Rund 600 Meter Luftlinie sind es über das Wasser. Dazwischen liegt aber der Burger Binnensee, und der will umrundet werden.
Der Fußweg außen herum misst etwa 3,5 Kilometer und dauert rund 45 Minuten. Das ist der schönere Zugang als die Straße: auf der einen Seite Wasser, auf der anderen Feld, unterwegs Vögel und wenig Verkehr. Mit dem Rad geht es entsprechend schneller, und der Bus fährt innerhalb der Tarifzone Fehmarn-Burg kostenlos.
Für einen Nachmittag ist das die richtige Länge: hinlaufen, Hafen ansehen, Fisch essen, zurücklaufen oder den Bus nehmen.
Das U-Boot U 11
Das Wahrzeichen des Hafens ist ein U-Boot, das man schon von weitem sieht. U 11 war ein Boot der Klasse 205, 1968 in Kiel gebaut und bis zur Ausmusterung für die Bundesmarine im Einsatz. Seit 2005 liegt es in Burgstaaken und ist als Museum begehbar.
Innen wird schnell klar, warum das Wort „eng“ bei U-Booten anders gemeint ist als sonst: rund 44 Meter lang, 4,60 Meter breit, und darin lebte eine ganze Besatzung wochenlang. Sehenswert sind das Sehrohr, der Maschinenraum und die Torpedorohre. Im Pavillon nebenan hängt die Ausstellung zur deutschen U-Boot-Flotte der Nachkriegszeit.
Für Kinder ab etwa sechs Jahren ist das ein Erlebnis. Wer schlecht durch enge Luken kommt oder unter Platzangst leidet, schaut sich das Boot besser von außen an – der Turm ist auch von der Kaikante aus beeindruckend.

Silo Climbing: 40 Meter am Getreidesilo
Das alte Hafensilo ist heute eine Kletteranlage. Silo Climbing Fehmarn nennt sich Europas höchste künstliche, im Toprope gesicherte Kletteranlage – die längste Route misst 40 Meter und ist nach Angaben des Betreibers die höchste Toprope-Route Europas.
- 16 Routen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden, von leicht bis anspruchsvoll
- bis 40 Meter Kletterhöhe an der Silowand
- ab rund einem Meter Körpergröße, so nennt es der Betreiber – die leichten Routen sind für Einsteiger und Kinder gebaut
- Toprope gesichert, also von oben – man muss nicht vorsteigen können
- Burgstaaken 50, direkt am Hafen
Vorkenntnisse braucht es nicht, Vorsicht bei Höhenangst schon. Von oben geht der Blick über den Hafen, den Binnensee und bis nach Burgtiefe – man sieht von dort also ungefähr dorthin zurück, wo die Ferienwohnung steht. Öffnungszeiten und Preise stehen auf siloclimbing.com; im Winter ist die Anlage nicht durchgehend offen.
Segelmacherei Larsens: Taschen aus alten Segeln
Der beste Mitbringsel-Tipp der Insel steht nicht im Reiseführer. Bei der Segelmacherei Larsens in Burgstaaken werden alte Segel zu neuen Dingen: Taschen, Türstopper, Kleinigkeiten, die es so kein zweites Mal gibt.
Jedes Stück ist ein Unikat, weil jedes Segel eines war. Auf Wunsch wird nach eigenen Vorstellungen gefertigt – wer eine bestimmte Größe, eine bestimmte Farbe oder ein bestimmtes Segel im Kopf hat, fragt einfach. Und wer schon einmal dort war, geht trotzdem wieder hin, weil immer etwas Neues dahängt.
Ein Hinweis für den Winter: Die Inhaber zieht es in der kalten Jahreszeit gern in wärmere Gegenden. Dann ist geschlossen. In der Saison lohnt der Weg in jedem Fall.
Fisch, Kaffee und ein Gasthof
- Fehmarnsches Fisch-Lädchen der Fischereigenossenschaft – Fisch vom Kutter zum Mitnehmen, direkt am Hafen
- Lotsenhus – Fischrestaurant am Hafen, auch aus dem Fernsehen bekannt
- Goldener Anker – Gasthof im Ort
- Kaffeekontor – Kaffee und Kuchen am Hafen
Für frischen Fisch ist Burgstaaken die richtige Adresse auf der Insel, nicht Burgtiefe. Wer ihn selbst zubereiten will, kauft im Fisch-Lädchen und kocht ihn in der Ferienwohnung. Mehr Empfehlungen stehen unter Essen und Trinken.
Ferienwohnung in der Nähe von Burgstaaken
Wer Burgstaaken zu Fuß oder mit dem Rad erreichen will, wohnt in Burgtiefe richtig: gegenüber am Binnensee, mit dem Südstrand vor der anderen Haustür.
Die Zweite Liebe und die Meerzeitliebe liegen beide in der denkmalgeschützten Arne-Jacobsen-Siedlung, je 49 Quadratmeter, mit separater Küche, separatem Schlafzimmer, schnellem WLAN und eigenem Stellplatz. Direkt beim Gastgeber gebucht, ohne Portalgebühr.
Häufige Fragen zu Burgstaaken
Wo liegt Burgstaaken auf Fehmarn?
Im Süden der Insel, am nördlichen Ende des Burger Binnensees. Vom Südstrand in Burgtiefe sind es rund vier Kilometer, vom Inselhauptort Burg etwa zwei.
Kann man von Burgtiefe nach Burgstaaken laufen?
Ja. Luftlinie sind es vom Yachthafen Burgtiefe nur rund 600 Meter, aber dazwischen liegt der Burger Binnensee. Der Fußweg außen herum misst etwa 3,5 Kilometer und dauert rund 45 Minuten. Mit dem Rad geht es entsprechend schneller, der Bus innerhalb der Tarifzone Fehmarn-Burg kostenlos.
Was kann man in Burgstaaken machen?
Das U-Boot-Museum besichtigen, am Getreidesilo klettern, den Kuttern zusehen, bei der Segelmacherei Larsens stöbern, frischen Fisch kaufen und essen gehen. Es ist ein Arbeitshafen, kein Ausflugsziel mit Eintritt – der Hafen selbst ist frei zugänglich.
Welches U-Boot liegt in Burgstaaken?
U 11, ein Boot der Klasse 205, 1968 in Kiel gebaut und für die Bundesmarine im Dienst. Seit 2005 liegt es als Museum im Hafen und ist innen begehbar. Es ist rund 44 Meter lang und schon von weitem zu sehen.
Was ist Silo Climbing Fehmarn?
Eine Kletteranlage an einem alten Getreidesilo im Hafen, nach Angaben des Betreibers Europas höchste künstliche Toprope-gesicherte Anlage. Es gibt 16 Routen, die längste ist 40 Meter hoch. Die Anschrift ist Burgstaaken 50.
Können Kinder am Silo klettern?
Der Betreiber nennt eine Mindestkörpergröße von rund einem Meter und hat die leichten Routen ausdrücklich für Einsteiger und Kinder angelegt. Gesichert wird im Toprope, also von oben. Bei Höhenangst ist die Anlage trotzdem nichts.
Was kann man aus Burgstaaken mitbringen?
Bei der Segelmacherei Larsens am Hafen entstehen aus alten Segeln Taschen, Türstopper und anderes. Jedes Stück ist ein Unikat, auf Wunsch wird nach eigenen Vorstellungen gefertigt. Im Winter haben die Inhaber oft geschlossen.
Wo bekommt man auf Fehmarn frischen Fisch?
In Burgstaaken, nicht in Burgtiefe. Das Fehmarnsche Fisch-Lädchen der Fischereigenossenschaft verkauft direkt am Hafen, zum Mitnehmen. Zum Essen gibt es dort das Lotsenhus.
Lohnt sich Burgstaaken bei schlechtem Wetter?
Besonders dann. U-Boot-Museum und Kletteranlage funktionieren auch bei Regen, und ein Hafen sieht bei Wind ohnehin besser aus als bei Windstille. Weitere Ideen stehen unter Fehmarn bei Regen.
Kostet der Bus nach Burgstaaken etwas?
Innerhalb der Tarifzone Fehmarn-Burg fahren die Busse seit August 2025 ohne Fahrkarte, und Burgstaaken liegt in dieser Zone. Die kostenfreie Nutzung ist bis Ende 2027 befristet; ausgenommen sind der Expressbus X85 und die Linie 597.
Rund um den Südstrand
- Yachthafen Burgtiefe
- Burgtiefe – was hier steht und was fehlt
- Essen und Trinken am Südstrand
- Fehmarn bei Regen
- Fehmarn ohne Auto
- Mit dem Auto nach Fehmarn
- Burg auf Fehmarn
- Essen und Trinken
- Fehmarn im Jahreslauf – welche Reisezeit zu welchem Urlaub passt
Angaben ohne Gewähr. Stand: September 2026, nach Angaben des U-Boot-Museums und des Betreibers der Kletteranlage. Öffnungszeiten und Preise bitte vorher prüfen.