Hafentour auf Fehmarn mit dem Fahrrad

Rund 40 Kilometer ab Burgtiefe zu Häfen und Steilküste

Am Südstrand aufs Fahrrad steigen, in Burgstaaken zwischen Fischerbooten eine Pause machen und später in Puttgarden den großen Dänemarkfähren hinterherschauen: Die Hafentour verbindet einen Ausflug zu den Häfen mit einer Fahrt entlang der Ostküste. Besonders schön ist der Abschnitt bei Katharinenhof. Hier treffen Steilküste und steiniger Naturstrand auf die offene Ostsee.

Mit rund 40 Kilometern passt die Runde gut in einen Urlaubstag. Du fährst durch Burg und kleine Inseldörfer, erreichst im Norden Puttgarden und kommst über Marienleuchte, Katharinenhof und Meeschendorf zurück nach Burgtiefe.

Wenn dir das zu kurz ist: Die große Runde um die ganze Insel steht unter Fehmarn mit dem Fahrrad umrunden. Was Fehmarn zum Radfahren sonst ausmacht, steht auf Fahrradtouren auf Fehmarn.

Karte der Insel Fehmarn mit der Hafentour. Start und Ziel liegen am Südstrand in Burgtiefe; die Route führt über Burgstaaken und Burg nach Puttgarden und an der Ostküste über Katharinenhof zurück.
Die Hafentour: durch das Inselinnere nach Norden, an der Ostküste zurück. Der Punkt am Südstrand ist Start und Ziel.

Die Hafentour auf einen Blick

  • Start und Ziel: Südstrand in Burgtiefe
  • Strecke: rund 40 km. Die Komoot-Vorlage hat 38,9 km; die Zufahrt ab deiner Unterkunft und zusätzliche Abstecher kommen dazu.
  • Zeitbedarf: etwa 3 Stunden reine Fahrt, mit Hafenstopps, Essen und Küstenpause 5 bis 7 Stunden
  • Höhenmeter: rund 100 Meter Anstieg nach der Komoot-Vorlage
  • Anspruch: mäßig. Überwiegend flach, aber eine längere Tagesstrecke mit Wind und wechselndem Untergrund.
  • Passendes Rad: Trekkingrad oder E-Bike mit Reifen, die auch Kies und unbefestigte Wege vertragen
  • Beschilderung: Segelschiff-Symbol an den Fahrradwegweisern

Die Tour zum Mitnehmen

Die Runde ist bei Komoot hinterlegt, mit Karte und GPX: Hafentour auf Fehmarn. Dort stehen 38,9 Kilometer, rund 100 Höhenmeter und 2 Stunden 54 Minuten Fahrzeit. Das ist eine Orientierung ohne längere Pausen.

Die Vorlage beginnt in Burg. Weil es eine Rundtour ist, steigst du genauso gut am Südstrand ein; auf der Karte oben liegt der Startpunkt deshalb dort, wo die Route Burgtiefe berührt. Die letzten Meter bis zur Haustür sind kein Teil der vermessenen Strecke, sondern dein Weg zum Rad.

Komoot markiert außerdem eine knapp 100 Meter lange Passage mit Radfahrverbot. Dort schiebst du. Unterwegs hat die aktuelle Beschilderung ohnehin Vorrang vor jeder gespeicherten Datei.

Nach dem Frühstück losfahren und Zeit für Pausen lassen

Für diese Tour würde ich an einem Tag mit ausreichend Tageslicht gegen 9 Uhr starten. Dann bleibt Zeit, in die Häfen hineinzuschauen und an der Steilküste auch einmal länger stehen zu bleiben. Mit einer Mittagspause und mehreren kurzen Stopps ist die Rückkehr am Nachmittag ein guter Planungsrahmen.

Bei starkem Gegenwind oder einem Museumsbesuch brauchst du entsprechend mehr Zeit. Warum der Wind auf dieser Insel die eigentliche Steigung ist, steht auf Fahrradtouren auf Fehmarn.

Die Stationen der Hafentour ab Burgtiefe

Die Reihenfolge für deinen Tag: Burgtiefe, Burgstaaken, Burg, Niendorf, Klausdorf, Presen, Puttgarden, Marienleuchte, die Ostküste bei Katharinenhof, Staberdorf, Meeschendorf und zurück nach Burgtiefe. Unterwegs hilft dir das Segelschiff-Symbol.

1. Start in Burgtiefe zwischen Südstrand und Yachthafen

In Burgtiefe liegt das Wasser gleich auf zwei Seiten: am Südstrand die Ostsee, auf der anderen Seite der Halbinsel der Burger Binnensee mit dem Yachthafen. Wenn du vor der eigentlichen Runde noch Lust auf einen kleinen Hafenbummel hast, schau an der Yachthafenpromenade vorbei. Segelboote, der auffällige Rundsteg und die Sitzplätze am Wasser stimmen auf den Tag ein.

Den Aussichtsturm Utkieker kannst du als zusätzlichen Stopp einbauen oder dir für die Rückkehr aufheben. Für die Hafentour folgst du anschließend der Radverbindung über den Bereich Neue Tiefe entlang des Burger Binnensees nach Burgstaaken.

2. Burgstaaken mit Fischerbooten und Hafenleben

Burgstaaken ist ein guter Ort für die erste Pause. Rund um das Hafenbecken liegen Fischerboote, dazwischen stehen Hafenbetriebe, und von hier starten Angel- und Ausflugsschiffe. Restaurants und Cafés machen es leicht, kurz sitzen zu bleiben. Stell das Fahrrad ab und geh ein Stück am Wasser entlang: Erst zu Fuß fallen die kleinen Details an den Booten und Anlegern auf.

Wer maritime Technik mag, kann das U-Boot-Museum als zusätzlichen Besuch einplanen. Für die Rundtour würde ich mich morgens auf einen Hafenbummel beschränken und einen längeren Museumsbesuch an einem eigenen Urlaubstag machen. So bleibt später genügend Zeit für die Ostküste.

3. Durch Burg und an der Altstadt vorbei

Burg bringt einen Ortswechsel in die Tour: Statt Hafenbecken und Booten begleiten dich nun Geschäfte und die Straßen des Inselhauptortes. Rund um den Marktplatz stehen alte Fachwerkhäuser; in den Gassen findest du Cafés und kleine Läden. Ein kurzer Abstecher ins Zentrum passt gut, wenn du noch Proviant besorgen oder einen Kaffee trinken möchtest.

Plane einen größeren Einkaufsbummel lieber separat. Für die Hafentour hältst du dich an die ausgeschilderte Verbindung Richtung Niendorf. Auf Kopfsteinpflaster und in belebten Bereichen lohnt sich ein ruhiges Tempo.

4. Über Niendorf und Klausdorf nach Presen

Nördlich von Burg führt die Strecke durch Niendorf und weiter über Klausdorf und Presen Richtung Puttgarden. Zwischen den Dörfern bestimmt die Landwirtschaft das Bild. Dieser Abschnitt durch das Inselinnere ist ein guter Teil der Tour, um gleichmäßig zu fahren und Kilometer zu sammeln.

Die ausgedehnte Küstenpause kommt später. Bis dahin helfen eine gefüllte Trinkflasche und ein kleiner Snack im Gepäck, damit du deinen nächsten Halt frei wählen kannst. Gerade auf offenen Abschnitten spürst du, wie stark der Wind an diesem Tag mitfährt.

5. Puttgarden und die großen Fähren nach Dänemark

In Puttgarden wechselt der Maßstab. Hier legen die großen Fähren Richtung Rødby auf der dänischen Insel Lolland ab; Scandlines veranschlagt für die Überfahrt etwa 45 Minuten. Schon vom Land aus macht es Spaß, ein Schiff beim Ein- oder Auslaufen zu beobachten und sich vorzustellen, wie nah Dänemark von hier ist.

Die Hafentour führt bis an den Fährhafen. Für einen Blick aufs Wasser nutzt du die öffentlich zugänglichen Bereiche; die offizielle Tourenbeschreibung empfiehlt auch einen kurzen Spaziergang auf die Mole. Folge dabei der Beschilderung vor Ort. Die Fähre selbst ist kein Bestandteil dieser Runde.

6. Von Puttgarden nach Marienleuchte

Wenn dich große Bauprojekte interessieren, bietet sich am Marienleuchter Weg ein Stopp an der Beltbox an. Der Infopunkt hat eine Aussichtsterrasse mit Blick auf die deutsche Baustelle des Fehmarnbelt-Tunnels. Nach Angaben des Betreibers ist die Plattform frei zugänglich; prüfe vor der Tour die aktuellen Besucherinformationen und folge möglichen Umleitungen. Für diesen Halt würde ich 20 bis 30 Minuten reservieren.

In Marienleuchte lohnt sich ein Blick auf die beiden Leuchttürme. Der ältere stammt aus dem Jahr 1832, 1964 kam nördlich davon ein schlanker Stahlbetonturm hinzu. Für die Hafentour sind sie ein schönes Fotomotiv auf dem Weg an die Ostküste. Plane einen kurzen Halt von den öffentlich zugänglichen Wegen aus ein.

7. Entlang der Ostküste nach Katharinenhof

Ab Marienleuchte führt die Hafentour an der Ostseite der Insel südwärts. Für diesen Abschnitt solltest du Zeit zum Schauen aufheben. Besonders bei Katharinenhof zeigt Fehmarn eine andere Küstenform als am Südstrand: Unterhalb der Steilküste liegt ein Naturstrand mit Kieseln, Feuersteinen und größeren Steinen. An manchen Stellen fällt das Ufer mehrere Meter zum Meer ab.

Mein Tipp für die Pausenplanung: Hier das Rad abstellen und über einen vorgesehenen Zugang ein Stück zum Strand gehen. Zwischen den Steinen lassen sich unterschiedliche Farben und Formen entdecken; die Gletscher der Eiszeit brachten viele dieser Gesteine aus Skandinavien hierher. Für Kinder kann schon das Suchen nach einem Stein mit Loch zu einer ausgiebigen Pause werden.

Bleib auf den freigegebenen Wegen und halte Abstand zur Abbruchkante. Regen und Sturm verändern die Steilküste immer wieder. Auf schmalen oder unebenen Abschnitten fährst du langsam; für den Blick aufs Meer hältst du am besten kurz an.

8. Über Staberdorf zum Strand von Meeschendorf

Die Runde führt weiter Richtung Staberdorf und wendet sich anschließend nach Westen zum Meeschendorfer Strand. Nach der steinigen Ostküste kommt wieder Sand ins Bild. Wer im Sommer unterwegs ist, kann hier noch eine Badepause einbauen. An kühleren Tagen reicht vielleicht ein Spaziergang ans Wasser, bevor die letzten Kilometer beginnen.

Der Meeschendorfer Bohlenweg ist für Fahrräder freigegeben und verbindet den Küstenabschnitt in Richtung Südstrand. Auf dem gemeinsam genutzten Weg nimmst du Rücksicht auf Spaziergänger. Je voller es ist, desto besser passt ein langsames Tempo oder ein kurzes Stück zu Fuß.

9. Zurück nach Burgtiefe und an den Südstrand

Zum Abschluss erreichst du wieder Burgtiefe. Jetzt passt ein Eis an der Promenade, eine Pause am Strand oder der Abstecher zum Yachthafen, den du morgens vielleicht ausgelassen hast. Wenn du noch zum Utkieker gehst, schaust du über den Bereich, in dem dein Tag begonnen hat.

Auch die Gebäude am Südstrand erzählen eine Geschichte. Wenn dich die markanten Formen neugierig gemacht haben: Über die Architektur deines Urlaubsortes steht mehr auf Die Arne-Jacobsen-Siedlung.

Meine Tipps für einen entspannten Tourentag

  • Windrichtung prüfen. Die beschriebene Runde führt zuerst durchs Inselinnere und später an der Ostküste nach Süden. Du kannst sie auch umgekehrt fahren. Entscheide nach Wetter und deinen bevorzugten Pausenorten.
  • Nicht jeden Stopp zur Besichtigung machen. Ein Hafenbummel, eine längere Pause bei Katharinenhof und etwas Zeit am Südstrand ergeben bereits einen ausgefüllten Tag. Für Museum oder Beltbox reservierst du zusätzliche Zeit.
  • Wasser, Snack, Sonnenschutz und eine winddichte Schicht mitnehmen. Dazu Schloss, Pumpe und Flickzeug. Für das E-Bike den Akku vollständig laden.
  • Die Route vorab auf dem Handy speichern und am tatsächlichen Standort in Burgtiefe starten. Im Hafenumfeld von Puttgarden und an Baustellen gilt die Beschilderung vor Ort.
  • Auf wechselnden Untergrund einstellen. Asphalt, Kies, Kopfsteinpflaster und loses Material wechseln sich ab. Bei Nässe und Gegenwind lässt du dir mehr Zeit.

Häufige Fragen zur Hafentour

Wie lang ist die Hafentour ab Burgtiefe?

Rechne mit rund 40 Kilometern. Die Komoot-Vorlage misst 38,9 Kilometer. Hinzu kommen die Zufahrt ab deiner Unterkunft und zusätzliche Abstecher, etwa zur Yachthafenpromenade.

Ist die Hafentour an einem Tag machbar?

Ja, für Radfahrende mit etwas Ausdauer ist sie eine gut planbare Tagestour. Für rund 40 Kilometer brauchst du bei 13 bis 15 km/h ungefähr drei Stunden reine Fahrt. Mit Pausen würde ich fünf bis sieben Stunden reservieren.

Ist die Hafentour für Kinder geeignet?

Für radgeübte Kinder kann sie passen. Entscheidend sind die Erfahrung mit längeren Strecken, der Wind und die Sicherheit auf wechselndem Untergrund. Plane viele Pausen ein. Für jüngere oder wenig geübte Kinder bietet sich zunächst ein kürzerer Ausflug von Burgtiefe nach Burgstaaken an.

Welche Häfen liegen auf der Runde?

Die Hafentour verbindet Burgstaaken mit dem Fährhafen Puttgarden. Mit deinem Start in Burgtiefe kannst du zusätzlich die dortige Yachthafenpromenade besuchen. So erlebst du Fischer- und Ausflugsboote, große Fähren und einen Seglerhafen an einem Tag.

Hafentour oder Inselumrundung – was passt besser?

Die Hafentour ist der halbe bis dreiviertel Tag mit Häfen und Ostküste, die Inselumrundung der ganze Tag mit 65 bis 78 Kilometern rund um die Insel. Wer zum ersten Mal hier ist und nicht weiß, wie viel Strecke angenehm bleibt, fängt mit der Hafentour an.

Dein Ausgangspunkt für Radtouren am Südstrand

Wenn du in Meerzeitliebe oder der Zweiten Liebe wohnst, fährst du direkt in Burgtiefe los. Nach der Hafentour wartet der Balkon mit Meerblick oder die Terrasse mit eigenem Strandkorb. Und für den nächsten Tag entscheidest du neu: noch eine Radtour oder einfach an den Strand.

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Herzliche Grüße vom Südstrand, Frank