Wasservogelreservatstour auf Fehmarn

Mit dem Fahrrad ab Burgtiefe über Bisdorf zu Deichen, Zugvögeln und Wallnau

Auf dieser Radtour lohnt sich jedes Mal die Frage: Was bewegt sich da eigentlich am Wasser? Zwischen Schilf, flachen Teichen und feuchten Wiesen lässt sich an Fehmarns Nord- und Westküste viel entdecken. Ein Vogel sucht am schlammigen Ufer nach Nahrung, ein anderer verschwindet tauchend unter der Oberfläche. Wer zwischendurch das Fahrrad abstellt und ein paar Minuten ruhig schaut, erlebt die Insel besonders aufmerksam.

Die Tour verbindet diese Landschaften mit dem NABU-Wasservogelreservat Wallnau, dem Küstenabschnitt bei Flügge und dem Hafen Orth. Dein Tag beginnt und endet am Südstrand in Burgtiefe. In die eigentliche Rundtour steigst du in Bisdorf ein, das du über Burg und Landkirchen erreichst. So wird aus der rund 36 Kilometer langen Komoot-Runde ein ausgedehnter Naturtag mit zusätzlicher An- und Rückfahrt.

Kürzer und näher an der Haustür sind die Hafentour und die Sundbrückentour. Alle Touren und was Fehmarn zum Radfahren ausmacht, stehen auf Fahrradtouren auf Fehmarn.

Karte der Insel Fehmarn mit der Wasservogelreservatstour. Die Runde liegt im Norden und Westen und wird in Bisdorf betreten; der Südstrand in Burgtiefe ist als Ausgangspunkt des Tages eigens eingezeichnet.
Die Runde liegt im Norden und Westen. Der große Punkt ist der Einstieg in Bisdorf, der kleine der Südstrand, von dem aus der Tag anfängt.

Die Wasservogelreservatstour auf einen Blick

  • Start und Ziel: Burgtiefe am Südstrand
  • Einstieg in die Runde: Bisdorf, erreichbar über Burg und Landkirchen
  • Originalrunde: 36,3 km und 20 Meter Anstieg laut Komoot
  • Gesamt ab Burgtiefe: grob 55 bis 60 km mit An- und Rückfahrt. Abstecher verlängern die Strecke weiter.
  • Zeitbedarf: etwa 4 bis 4½ Stunden reine Fahrt, mit Wallnau-Besuch und Pausen 7 bis 9 Stunden
  • Anspruch: längere Tagestour mit Wind, Kieswegen und unbefestigten Abschnitten
  • Beschilderung: Vogel-Symbol auf der Themenrunde, die Zufahrt ab Burgtiefe planst du selbst
  • Ins Gepäck: Fernglas, Wasser, Proviant, Windjacke, Sonnenschutz und Fahrradschloss

Die Gesamtstrecke ab Burgtiefe ist eine grobe Planungsschätzung und keine neu vermessene Route. Die Wege umfassen festen Kies, Asphalt, unbefestigte Abschnitte und etwas Kopfsteinpflaster; stellenweise kann Schieben sinnvoll sein.

Warum Bisdorf der passende Einstieg ist

Die Themenrunde liegt bei Komoot: Wasservogelreservatstour, 36,3 Kilometer, 20 Höhenmeter, 2 Stunden 20 Minuten. Diese Zeit gilt ausschließlich für die Runde selbst; ihr ursprünglicher Startpunkt liegt beim Niobe-Denkmal an der Nordküste.

Bisdorf liegt am südöstlichen Teil der Runde und bietet sich deshalb für die Verbindung vom Südstrand an. Du fährst über Neue Tiefe und Burg nach Landkirchen und weiter nach Bisdorf. Dort beginnt deine Runde durch den Norden und Westen, und nach der Rückkehr nimmst du dieselbe Verbindung zurück.

Diese Zufahrt ist mein Vorschlag und kein Teil der vermessenen Strecke. Auf der Karte oben siehst du das: Der große Punkt sitzt in Bisdorf, der kleine am Südstrand. Die genauen Radwege dazwischen stellst du vorab in der Navigation ein.

Die Reihenfolge des Tages: Burgtiefe, Burg, Landkirchen, Bisdorf, an Vadersdorf vorbei, Gammendorf, Niobe und Nordküste, Altenteil und Markelsdorfer Huk, Westermarkelsdorf, Westküste bei Bojendorf und Wallnau, Flügge, Sulsdorfer Wiek, Orth, Deich bei Gollendorf, Richtung Lemkenhafen, Lemkendorf, Bisdorf, Landkirchen, Burg, Burgtiefe.

Das NABU-Zentrum Wallnau, der Flügger Leuchtturm und die Aussichtsplattform an der Markelsdorfer Huk sind zusätzliche Abstecher mit eigenen Zufahrten. Wenn du sie einplanst, ergänze sie in deiner Tourenkarte.

Die Stationen deiner Radtour durch Fehmarns Vogelwelt

1. Von Burgtiefe über Burg und Landkirchen nach Bisdorf

Für diesen Tag würde ich bei ausreichend Tageslicht gegen 8:30 Uhr in Burgtiefe losfahren. So bleibt später genügend Zeit für Wallnau. Über Neue Tiefe erreichst du Burg und fährst weiter Richtung Landkirchen. Die Strecke durch die Orte dient heute vor allem der Anfahrt; Proviant und gefüllte Trinkflaschen gehören schon morgens ins Gepäck.

Hinter Landkirchen erreichst du Bisdorf. Hier wechselst du auf die Wasservogelreservatstour und folgst ihr nach Norden. Die zusätzliche Hin- und Rückfahrt ist der Grund, warum ich diese Variante als ganzen Radtag planen würde.

2. Durchs Inselinnere zur Nordküste bei Niobe

Von Bisdorf führt die Route nördlich weiter, östlich an Vadersdorf vorbei und durch Gammendorf zur Küste. Zwischen den Orten liegen offene Felder. Auch hier lohnt es sich, gelegentlich nach oben zu schauen: Der Vogelzug beschränkt sich nicht auf die Seen und Teiche.

Am Küstenabschnitt beim Niobe-Denkmal erreichst du den ursprünglichen Ausgangspunkt der Komoot-Runde. Jetzt geht es westwärts am Deich entlang. Der Blick reicht über die Ostsee, während sich landwärts eine Landschaft aus Wasserflächen, Schilf und Wiesen öffnet. Für die nächste Pause würde ich mir einen ruhigen Platz mit Blick in diese Niederung suchen.

3. Nördliche Seeniederung und Markelsdorfer Huk

Die Nördliche Seeniederung prägt einen großen Teil des nordwestlichen Inselrandes. Hinter dem Deich liegen Binnenseen, feuchte Wiesen und breite Schilfzonen. Diese unterschiedlichen Lebensräume bieten Brutplätze und Nahrung für Watvögel, Seeschwalben und Schilfbewohner. Von den Wegen aus schaust du in eine Landschaft, in der schon wenige Meter Höhenunterschied bestimmen, wo Wasser steht und welche Pflanzen wachsen.

Über den Bereich Altenteil kannst du die Aussichtsplattform an der Markelsdorfer Huk als zusätzlichen Halt ansteuern. Der ausgewiesene Zugang führt über den Deich und den Campingplatz. Von den Plattformen lassen sich Meer, Binnenseen und Salzwiesen überblicken. Bleib auf den freigegebenen Wegen und Zugängen; die Schutzflächen selbst sind kein Spaziergelände.

4. Über Westermarkelsdorf an der Westküste entlang

Bei Westermarkelsdorf wendet sich die Runde nach Süden. Du folgst der Westküste am Fastensee vorbei und weiter im Bereich Bojendorf Richtung Wallnau. Die Landschaft bleibt offen, der Wind kann kräftig sein, und zwischen Küste und Binnengewässern wechseln die Ausblicke ständig.

Gerade hier würde ich keinen festen Fotostopp abhaken wollen. Wenn sich etwas Interessantes zeigt, stell das Rad sicher ab und schau erst ohne Fernglas: Wo sitzen Vögel, wo bewegen sie sich, und welche Wasserfläche ist gut einzusehen? Danach hilft das Glas, einzelne Tiere genauer zu betrachten. Für ein gutes Naturerlebnis brauchst du keine lange Artenliste.

5. Wallnau und die Welt hinter den Beobachtungsfenstern

Für den Besuch des NABU-Wasservogelreservats Wallnau ergänzt du die ausgeschilderte Zufahrt zum Besucherzentrum. Die Küstenrunde führt am Schutzgebiet entlang; der Rundgang im Besucherbereich ist ein eigener Programmpunkt zu Fuß. Ich würde dafür etwa eineinhalb bis zwei Stunden reservieren.

In Wallnau helfen Beobachtungshütten dabei, Vögel aus der Deckung zu sehen. Durch die Öffnungen schaust du auf Teiche und Ufer, ohne dich offen vor den Tieren zu bewegen. Ein Aussichtsturm und ein Naturerlebnispfad ergänzen den Besuch. Nimm dir in einer Hütte ruhig länger Zeit: Erst nach einigen Minuten fallen oft die unterschiedlichen Verhaltensweisen auf, Nahrung suchen, Gefieder putzen, ruhen oder tauchen.

Über die Jahre wurden in Wallnau nach Angaben des NABU mehr als 280 Vogelarten nachgewiesen. Diese Zahl beschreibt die Vielfalt im Laufe der Zeit; welche Arten du an deinem Besuchstag entdeckst, hängt von Jahreszeit, Wetter und Wasserständen ab.

Der Besucherbereich hat eine Winterpause, in der auch Naturerlebnispfad, Beobachtungshütten und Turm geschlossen sind. Prüfe die aktuellen Besucherinformationen, bevor du losfährst. Proviant nimmst du mit; eine Einkehr lässt sich später in Orth einplanen.

6. Flügge und der Leuchtturm über der Küstenlandschaft

Südlich von Wallnau geht es am Küstenabschnitt bei Püttsee weiter nach Flügge. Wer nach dem Reservatsbesuch noch Zeit hat, ergänzt den Abstecher zum Flügger Leuchtturm. Du kannst mit dem Fahrrad bis zum Turm fahren; für den Aufstieg warten 162 Stufen, und oben erschließt sich die Landschaft mit Küste, Binnenwasser und der Orther Bucht noch einmal als Ganzes.

Die Besichtigung ist saisonal und hat Ruhetage. Prüfe die Öffnungszeiten vor deiner Tour. Für mich wäre der Turm die erste Station, die ich an einem langen Beobachtungstag auslassen würde, damit in Wallnau kein Zeitdruck entsteht. Mehr zum Turm steht bei der Inselumrundung, auf der er ebenfalls liegt.

7. Sulsdorfer Wiek und das Windwatt bei Flügge

Auf dem Weg nach Orth begleitet dich das Naturschutzgebiet Krummsteert-Sulsdorfer Wiek. Es verbindet die Landzunge Krummsteert mit flachen Küstengewässern, Salzwiesen und der eingedeichten Sulsdorfer Wiek. Vom öffentlichen Deichweg am Gebietsrand kannst du in diese Landschaft schauen; die geschützte Landzunge selbst bleibt den Tieren überlassen.

Besonders spannend ist das Windwatt: Starker Wind kann Wasser aus flachen Bereichen verdrängen, sodass zeitweise Schlickflächen frei liegen. Darin finden Watvögel kleine Bodentiere. In den Schilfzonen der Wiek leben wiederum andere Arten, darunter Rohrsänger und Taucher. Meer, Schlammufer und Schilf bieten auf engem Raum ganz unterschiedliche Möglichkeiten zum Leben.

8. Hafen Orth und die Pause an der Orther Reede

In Orth kannst du den Blick durchs Fernglas gegen einen Platz am Hafen tauschen. Nach der offenen Küste passen eine längere Pause und etwas zu essen. Boote, die Häuser am Hafenbecken und das Kopfsteinpflaster geben dem Ort seinen eigenen Charakter.

Vielleicht erkennst du die Kulisse aus „Nord bei Nordwest“ wieder: Orth gehört zu den Drehorten des fiktiven Schwanitz. Auf dieser Tour ist der Hafen vor allem ein angenehmer Platz, um noch einmal die Trinkflaschen zu prüfen und Kraft für die Rückfahrt zu sammeln.

9. Über den Deich und Lemkendorf zurück nach Bisdorf

Von Orth führt die Runde auf dem Deich am Küstenabschnitt bei Gollendorf entlang Richtung Lemkenhafen. Die Route biegt bereits westlich des Ortes nach Norden ab. Wenn du auch den Hafen Lemkenhafen besuchen möchtest, ergänze ihn als Abstecher. Für die Rundtour geht es über Lemkendorf und Feldwege zurück nach Bisdorf.

Damit hast du die eigentliche Wasservogelreservatstour geschlossen. Über Landkirchen, Burg und Neue Tiefe fährst du zurück nach Burgtiefe. Heb dir für diese letzten Kilometer noch etwas Energie auf. Am Südstrand kannst du anschließend die Beine ausstrecken und vielleicht nachschlagen, welcher Vogel mit dem auffälligen Schnabel dir heute begegnet ist.

Warum Fehmarn für Zugvögel so wichtig ist

Fehmarn liegt an bedeutenden Zugwegen zwischen Brut- und Überwinterungsgebieten. Über der Insel treffen Routen von Land- und Wasservögeln zusammen. Für viele Tiere ist sie ein Ort zum Ausruhen und Fressen, bevor die Reise weitergeht. Genau dafür sind die flachen Gewässer, feuchten Wiesen und geschützten Ufer so wertvoll: Sie bieten Nahrung und Ruhe auf derselben Etappe.

Dabei spielt jede Landschaft ihre eigene Rolle. Watvögel suchen an flachen, schlammigen Ufern nach Nahrung. Schilfbewohner brauchen Deckung zwischen den Halmen. Wasserflächen dienen anderen Arten zum Schwimmen, Tauchen oder Ruhen. Wenn du auf der Tour zwischen diesen Lebensräumen wechselst, verändert sich deshalb auch das, was du beobachten kannst.

Wallnaus Natur wird bewusst gepflegt

Was vom Beobachtungsfenster so selbstverständlich aussieht, ist auch das Ergebnis gezielter Naturschutzarbeit. Der NABU reguliert in Wallnau die Wasserstände der verbundenen Teiche. Höheres Wasser hilft im Frühjahr, brütende Schilfbewohner vor am Boden lebenden Feinden zu schützen. Abgesenkte Flachwasserteiche schaffen im Hochsommer schlammige Uferbereiche, an denen durchziehende Watvögel Nahrung finden.

Auch Galloway-Rinder und Konikpferde übernehmen eine Aufgabe: Durch Beweidung bleiben Wiesen offen, statt vollständig zu verschilfen oder zu verbuschen. Das hilft unter anderem Wasser- und Wiesenvögeln. Hinter einem stillen Blick auf die Teiche steckt also viel Arbeit daran, passende Lebensräume zu erhalten.

Vier Vogelarten für deinen nächsten genaueren Blick

Diese Arten sind in Wallnau nachgewiesen und lassen sich mit etwas Übung an markanten Merkmalen erkennen. Ob sie bei deinem Besuch zu sehen sind, bleibt von Saison und Bedingungen abhängig. Das Fernglas hilft beim Entdecken; eine Bestimmungshilfe ist bei ähnlichen Arten sinnvoll.

  • Säbelschnäbler. Schwarz-weißes Gefieder, lange Beine und ein feiner, nach oben gebogener Schnabel. Bei der Nahrungssuche bewegt er den Schnabel seitlich durchs flache Wasser.
  • Kiebitz. Auffällige Federhaube und im Licht grünlich oder violett schimmerndes Gefieder. Über seinem Brutrevier zeigt er im Frühjahr eindrucksvolle Flugmanöver.
  • Austernfischer. Schwarz-weißes Gefieder und ein kräftiger roter bis orangefarbener Schnabel. An Ufern und auf geeigneten Wiesen sucht er nach Nahrung; oft macht sein lauter Ruf auf ihn aufmerksam.
  • Rothalstaucher. Zur Brutzeit fallen der rotbraune Hals und die hellen Wangen auf. Achte auf flachen, schilfumgebenen Gewässern auf Vögel, die zur Nahrungssuche abtauchen.

Vogelbeobachtung auf Fehmarn im Jahreslauf

  • Frühling. Der Heimzug und der Beginn der Brutzeit bringen Bewegung in die Vogelwelt. Beobachte Balz und Revierverhalten mit Abstand; gerade jetzt sind ungestörte Rückzugsräume wichtig.
  • Sommer. Brutvögel und Jungtiere prägen viele Beobachtungen. Schon im Hochsommer nutzen durchziehende Watvögel die Nahrung an Wallnaus flachen Teichufern.
  • Spätsommer und Herbst. Eine besonders interessante Zeit für den Vogelzug. In Wallnau rasten etwa Kampfläufer, Grünschenkel und Bekassinen. Andere Arten ziehen weiter oder bleiben als Wintergäste.
  • Winter. Auch dann ist Fehmarn ein Vogelziel, unter anderem für Enten, Gänse und Schwäne aus nördlicheren Regionen. Plane Beobachtungen von öffentlich zugänglichen Wegen aus; Wallnaus Besucherbereich ist in der Winterpause geschlossen.

Mein Tipp: Für die Kombination aus längerer Radtour und Vogelbeobachtung würde ich einen Tag im Frühjahr oder im Spätsommer bis frühen Herbst wählen. Wind, Tageslicht und die Öffnungszeiten von Wallnau sind dabei ebenso wichtig wie die Jahreszeit. Was die stillen Monate sonst ausmacht, steht unter Fehmarn im Herbst und Winter.

So bleibt genug Zeit für die Natur

  • Wallnau ist der Hauptstopp. Die Nordküste bietet sich für kürzere Beobachtungspausen an, Orth für eine spätere Einkehr. Bei einem frühen Start sollte Wallnau nicht erst am späten Nachmittag an der Reihe sein.
  • Rad und Akku passend wählen. Ein bequemes Trekkingrad oder ein E-Bike mit ausreichender Reserve. Die Deiche sind offen und können anstrengend werden, obwohl die Insel flach ist.
  • Eine zusätzliche Schicht einpacken. Beim stillen Beobachten ist sie oft angenehmer als während der Fahrt. Dazu Wasser und etwas zu essen.
  • Zum Beobachten anhalten. Stell das Rad so ab, dass andere vorbeikommen. Bleib auf den freigegebenen Wegen, halte Abstand zu Nestern und ruhenden Schwärmen und verzichte auf das Abspielen von Vogelrufen.
  • Hunde bleiben angeleint. Örtliche Hinweise gehen vor. Ein Tier sollte für dein Foto weder auffliegen noch seinen Futterplatz verlassen müssen.

Häufige Fragen zur Wasservogelreservatstour

Wo steige ich ab Burgtiefe am besten in die Tour ein?

In Bisdorf. Du erreichst den Ort über Burg und Landkirchen und fährst von dort zuerst nach Norden. Nach der vollständigen Themenrunde kehrst du über dieselbe Verbindung nach Burgtiefe zurück.

Wie lang ist die Wasservogelreservatstour ab dem Südstrand?

Die Komoot-Runde misst 36,3 Kilometer. Mit An- und Rückfahrt über Bisdorf kalkuliere ich grob 55 bis 60 Kilometer, noch ohne größere Zusatzwege. Das ist eine Planungsschätzung; die genaue Entfernung ergibt sich aus deinem Startpunkt und den Zufahrten zu den Besuchszielen.

Brauche ich Vorkenntnisse oder ein eigenes Fernglas?

Vorkenntnisse brauchst du nicht. Ein Fernglas macht entfernte Tiere leichter erkennbar und gehört deshalb zu meinen Empfehlungen. In Wallnau helfen Infotafeln beim Einstieg. Schau zunächst auf Formen, Schnäbel und Verhalten; die Namen lassen sich danach nachschlagen.

Liegt der Grüne Brink ebenfalls auf dieser Runde?

Nein. Die Route erreicht die Nordküste bei Niobe und führt von dort nach Westen; der Grüne Brink liegt weiter östlich. Für ihn bietet sich ein eigener Ausflug an, damit auf dieser Tour genügend Zeit für Wallnau bleibt. Auf der Inselumrundung liegt er dagegen direkt am Weg.

Ist die komplette Tour mit Kindern geeignet?

Die lange Strecke ab Burgtiefe passt vor allem zu radgeübten, ausdauernden Kindern. Gegenwind und wechselnder Untergrund können den Tag deutlich verlängern. Für jüngere Kinder würde ich Wallnau als eigenen Ausflug planen und den Naturerlebnispfad in Ruhe zu Fuß erkunden.

Nach dem Naturtag zurück an den Südstrand

Von Meerzeitliebe und der Zweiten Liebe aus startest du in Burgtiefe. Nach dem Tag an Deichen und Beobachtungsfenstern wartet dein Platz auf dem Balkon mit Meerblick oder auf der Terrasse mit eigenem Strandkorb.

Vielleicht bleibt vom Ausflug vor allem eine kleine Entdeckung: ein ungewöhnlicher Schnabel, ein Ruf aus dem Schilf oder die Geduld, einfach ein paar Minuten länger hinzuschauen.

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Herzliche Grüße vom Südstrand, Frank