Steilküstentour auf Fehmarn
Mit dem Fahrrad ab Burgtiefe nach Katharinenhof und Marienleuchte
Am Südstrand beginnt der Tag mit Sand und weitem Meerblick. Wenige Kilometer weiter liegen große Steine im Wasser, Bäume wachsen oberhalb der Küste, und helle Abbruchflächen zeigen, wo die Ostsee am Land gearbeitet hat. Auf der Steilküstentour erlebst du diesen Wechsel mit dem Fahrrad: Zwischen Burgtiefe, Katharinenhof und Marienleuchte liegen sehr unterschiedliche Küstenabschnitte dicht beieinander.
Du startest direkt in Burgtiefe, fährst zunächst nach Osten und folgst anschließend der Ostküste nach Norden. Über Puttgarden, Niendorf und Burg geht es zurück zum Südstrand. Plane einen halben bis entspannten ganzen Urlaubstag ein, mit Zeit für den Naturstrand, einen Blick auf die Leuchttürme und die Felder, die im Mai ganz anders aussehen als im September.
Dies ist die kürzeste der sechs Touren. Die Hafentour nimmt dieselbe Ostküste und hängt den Fährhafen an. Alle Touren und was Fehmarn zum Radfahren ausmacht, stehen auf Fahrradtouren auf Fehmarn.
Die Steilküstentour ab Burgtiefe auf einen Blick
- Start und Ziel: Burgtiefe am Südstrand
- Verlinkte Runde: 33,4 km, 90 Meter Anstieg und 2:06 Stunden Fahrzeit laut Komoot
- Strecke ab Burgtiefe: rund 34 bis 36 km als Planungsschätzung einschließlich der Zufahrt zur Runde
- Zeit für deinen Radtag: etwa 2½ bis 3½ Stunden Fahrt, mit Pausen ungefähr 4 bis 6 Stunden
- Wege: Asphalt, befestigter Kies, unbefestigte Abschnitte und Kopfsteinpflaster, stellenweise schmal
- Geeignetes Fahrrad: Trekkingrad, Tourenrad oder entsprechend bereiftes E-Bike; sichere Radbeherrschung hilft
- Beste Bedingungen: trockenes Wetter, mäßiger Wind und genügend Tageslicht
Die Runde berührt bereits den östlichen Bereich von Burgtiefe. Du kannst hier einsteigen, ohne zuerst nach Burg zu fahren, obwohl die Originalrunde dort beginnt. Je nach Unterkunft, genauer Zufahrt und möglichen Umleitungen verändert sich die Gesamtlänge; Strecke und Zeitbedarf ab Burgtiefe sind grobe Planungsschätzungen.
Eine gesonderte Beschilderung als offizielle Themenroute ist mir für diese Runde nicht bekannt. Nimm sie dir also vorher in die Navigation, anders als bei den Touren mit eigenem Symbol auf dem Wegweiser.
So verläuft die Runde
Die Runde liegt bei Komoot: Fehmarn Cliffs – Katharinenhof Beach loop, 33,4 Kilometer, 90 Höhenmeter, 2:06 Stunden. Ihr Startpunkt ist Burg; die Variante ohne den nördlichen Abstecher zum Fährhafenblick ist knapp drei Kilometer kürzer.
Die Reihenfolge deines Tages: Burgtiefe, Küstenweg Richtung Meeschendorf, Staberdorf, Ostküste südlich von Katharinenhof, Katharinenhof, Klausdorfer Küste, Presener Deich, Marienleuchte, Puttgarden mit Fährhafenblick, Niendorf, Burg, Neue Tiefe, Burgtiefe.
Der Leuchtturm Staberhuk liegt außerhalb dieser Runde. Wenn du ihn besuchen möchtest, ergänzt du einen eigenen Abstecher mit zusätzlicher Strecke und Zeit. Auch die Dorfkerne von Klausdorf und Presen liegen etwas landeinwärts; die Hauptroute bleibt dort an der Küste.
Die Stationen deiner Steilküstentour
- 1. Von Burgtiefe am Südstrand entlang nach Osten
- 2. Über Meeschendorf und Staberdorf zur Ostküste
- 3. Katharinenhof mit Küstenwald und Naturstrand
- 4. Von Klausdorf zum Presener Deich
- 5. Marienleuchte und die beiden Leuchttürme
- 6. Puttgarden und der Blick auf den Fährhafen
- 7. Durch die Feldlandschaft über Niendorf nach Burg
- 8. Zurück in Burgtiefe
1. Von Burgtiefe am Südstrand entlang nach Osten
Vom Südstrand fährst du auf der freigegebenen Verbindung in Richtung Meeschendorf. Morgens bietet sich hier ein ruhiger Auftakt an, bevor an Strandzugängen und Campingplätzen mehr Betrieb herrscht. Lass an gemeinsam genutzten Wegen Platz für Spaziergänger und halte für Fotos dort an, wo andere gut vorbeikommen.
Nimm den breiten Sandstrand bewusst wahr. Später am Tag siehst du, wie anders die Küste im Osten aufgebaut ist. Auch der Südstrand verändert sich: Nach der Sturmflut im Oktober 2023 waren hier Sandumlagerungen und Arbeiten am Küstenschutz nötig. Selbst ein vertrauter Urlaubsstrand ist ständig in Bewegung.
2. Über Meeschendorf und Staberdorf zur Ostküste
In Richtung Staberdorf rücken die Felder näher an die Strecke. Der Blick wechselt zwischen Meer, Höfen und Ackerflächen. Im Frühjahr fallen blühende Rapsbestände auf, später im Sommer stehen Getreide und auf manchen Flächen Mais. Welche Kultur direkt am Weg wächst, entscheidet sich mit der Fruchtfolge und kann im nächsten Urlaub schon wieder anders sein.
Die Runde führt anschließend zur Ostküste nördlich der Südostspitze. Hier lohnt es sich, das Tempo zu reduzieren. Die Wege werden stellenweise schmaler, und der Untergrund verlangt mehr Aufmerksamkeit als eine asphaltierte Promenade. Für einen Blick über die Küste hältst du am besten an einer übersichtlichen, sicheren Stelle an.
Abstecher zum Leuchtturm Staberhuk. Seine Bauarbeiten begannen 1903. Auffällig ist die kräftige Bauform, denn oben wurde die gusseiserne Laternenkonstruktion des früheren Helgoländer Leuchtturms verwendet. Das ist eine schöne Geschichte für einen eigenen Ausflug; plane ihn anhand der aktuell zugänglichen Wege, denn schmale Küstenpfade eignen sich eher für einen ergänzenden Spaziergang.
3. Katharinenhof mit Küstenwald und Naturstrand
Bei Katharinenhof gehören Wald, Steilufer und steiniger Strand zusammen. Zwischen den Bäumen öffnet sich der Blick aufs Wasser. Unten liegen große Geschiebe und kleinere, rund geschliffene Steine. Der Tourismus-Service beschreibt hier stellenweise etwa fünf Meter hohe Abbruchkanten. Eindrucksvoll ist vor allem, wie unmittelbar Wald und Meer aufeinandertreffen.
Wenn du zum Naturstrand hinuntergehen möchtest, stell das Fahrrad ab und nutze einen geöffneten Zugang. Am Strand erzählen Feuersteine und andere Geschiebe von einer langen Reise: Gletscher brachten Gesteinsmaterial aus Skandinavien in diese Gegend. Die Brandung legt es frei und bewegt die kleineren Stücke weiter. Mit diesem Wissen wird schon ein Blick auf die unterschiedlichen Farben und Formen interessant.
Plane hier die längste Naturpause der Runde. Ein mitgebrachtes Picknick passt gut, solange du einen sicheren Platz mit Abstand zur Steilwand und zur oberen Kante findest. Unter überhängenden Böschungen und instabilen Bäumen ist kein geeigneter Aufenthaltsort.
4. Von Klausdorf zum Presener Deich
Nördlich von Katharinenhof folgt die Runde der Küste in Richtung Klausdorf. Hier geht das Steilufer allmählich in einen Deichabschnitt über. Der Blick wird offener: Wasser auf der einen Seite, landwirtschaftlich genutzte Flächen auf der anderen. Gerade dieser Übergang macht die Tour abwechslungsreich.
Bei Presen lohnt ein Gedanke an die Verbindung von Landwirtschaft und Tourismus. Nach dem Fehmarner Audioguide vermietete Karin Prange hier bereits 1953 Zimmer auf dem Bauernhof. Aus solchen Anfängen entwickelte sich für viele Inselhöfe ein zweites wirtschaftliches Standbein. Wer den Ort ansehen möchte, ergänzt eine kurze Stichfahrt ins Dorf und kehrt anschließend zur Küstenroute zurück.
5. Marienleuchte und die beiden Leuchttürme
In Marienleuchte begegnen dir zwei Generationen von Seezeichen. Der ältere Leuchtturm wurde 1832 eingeweiht und nach der dänischen Königin Marie Sophie Frederikke benannt. 1964 entstand nördlich davon der neue, etwa 33 Meter hohe Stahlbetonturm. Der historische Name erinnert an die Zeit, als Fehmarn noch zu Dänemark gehörte.
Von den öffentlichen Wegen aus lässt sich die Küstenlandschaft rund um die Leuchtfeuer betrachten. Plane den Halt als Außenansicht und Meerblickpause. Hier passt auch ein Blick auf vorbeiziehende Schiffe: Nach den ruhigeren Abschnitten bei Katharinenhof wird der Fehmarnbelt als Verkehrsraum wieder stärker sichtbar.
Marienleuchte ist zugleich ein Messort für den Wasserstand. Bei der Sturmflut vom 20. und 21. Oktober 2023 wurden hier nach Angaben des LKN rund 1,61 Meter über dem mittleren Wasserstand der Referenzjahre 2011 bis 2020 erreicht. Das ist ein Pegelstand und keine Wellenhöhe. Die Messung verdeutlicht, wie stark eine lang anhaltende Wetterlage die Ostsee anheben kann.
6. Puttgarden und der Blick auf den Fährhafen
Von Marienleuchte führt die Runde landeinwärts in Richtung Puttgarden. Über den Ort erreichst du den nördlichen Abstecher zum Fährhafenblick, danach fährst du auf demselben Zugang wieder südwärts. Bleib auf den ausgewiesenen öffentlichen Verbindungen und beachte mögliche Umleitungen rund um die Verkehrs- und Baustellenbereiche.
Dieser Halt gibt der Tour einen anderen Maßstab. Am Naturstrand hast du einzelne Steine betrachtet, am Fehmarnbelt ziehen große Schiffe vorbei. Für eine Pause musst du nicht weit ins Hafenumfeld hinein; ein öffentlich zugänglicher Aussichtspunkt entlang der Route genügt. Wer mehr über den Hafen wissen möchte, findet das auf der Hafentour.
7. Durch die Feldlandschaft über Niendorf nach Burg
Auf dem Rückweg verlässt du die Küste und fährst durch den landwirtschaftlich geprägten Inselosten nach Niendorf und Burg. Nach dem offenen Deichabschnitt verändert sich die Perspektive erneut. Hofzufahrten, Feldränder und die Silhouette der Stadt rücken in den Vordergrund.
Nimm dir unterwegs einen Moment für den Blick auf die Äcker. Im Sommer können auf benachbarten Flächen bereits Stoppeln liegen, während anderswo noch Getreide oder Mais steht; unterschiedliche Erntezeiten erklären diesen Wechsel. In Burg bietet sich anschließend eine längere Pause an, bevor du über Neue Tiefe zurück nach Burgtiefe fährst.
8. Zurück in Burgtiefe
Am Südstrand schließt sich die Runde. Wenn noch Zeit bleibt, kannst du den Tag am Wasser ausklingen lassen. Du hast unterwegs gesehen, wie unterschiedlich Fehmarns Küste auf wenigen Kilometern aussieht und wie eng die Felder hinter dem Ufer zum Landschaftsbild gehören.
Auch die Bebauung am Südstrand erzählt von Veränderung. Wenn dich interessiert, wie hier ein Feriengebiet der Moderne entstand, findest du mehr auf der Seite zur Arne-Jacobsen-Siedlung.
Warum Fehmarns Steilküste sich verändert
Eiszeitmaterial unter dem Ackerboden
Fehmarns Steilufer bestehen überwiegend aus eiszeitlich abgelagertem Lockermaterial. Dazu gehört Geschiebemergel, ein Gemisch aus feinen Bodenbestandteilen, Sand, Kies und Steinen. Die Gletscher hinterließen dieses Material, später arbeitete die Ostsee die heutigen Küstenformen heraus. Was vom Radweg aus wie eine feste Wand wirkt, kann durch Wasser und Witterung seine Stabilität verlieren.
Wie aus einem steilen Ufer eine Abbruchkante wird
Bei höherem Wasserstand können Wellen den Fuß eines Kliffs erreichen und Material ausräumen. Über dem unterspülten Bereich fehlt dann die Stütze, Teile der Böschung brechen ab oder rutschen nach unten. Das abgestürzte Material bildet zunächst einen Saum am Klifffuß, den spätere Wellen wieder abtragen können. Solche Veränderungen geschehen oft schubweise.
Auch Regen wirkt mit: Wasser dringt in den Boden ein, Frost und Tauwetter können ihn zusätzlich lockern. Deshalb beschränkt sich die Abbruchgefahr nicht auf den Moment eines Sturms. Freigelegte Wurzeln, geneigte Bäume und frische Bodenflächen können auf Veränderungen hinweisen. Für Besucher bleiben die freigegebenen Wege mit Abstand zur Kante die richtige Wahl.
Was historische Messungen über die Küstenlinie zeigen
Der Landesbetrieb für Küstenschutz hat Karten von 1878 mit Daten von 2010 verglichen. Für den Abschnitt Klausdorf bis Staberhuk ergibt sich daraus im räumlichen und zeitlichen Mittel ein Rückgang der Uferlinie von rund neun Zentimetern pro Jahr. Gemeint ist die Grenze zwischen Wasser und Land, nicht die obere Kliffkante. Dieser historische Durchschnitt beschreibt weder den heutigen jährlichen Abbruch noch jede einzelne Stelle.
Beim Küstenwandel wird Material auch umgelagert. Strömung und Wellen transportieren Sand an der Küste entlang, an anderen Abschnitten kann er sich wieder absetzen. Fachleute sprechen von einer Ausgleichsküste: Abtragung und Anlagerung gehören zu demselben System. Ein schmaler Strand nach einem Sturm und ein später wieder breiterer Sandstreifen müssen deshalb kein Widerspruch sein.
Welche Rolle der Klimawandel spielt
Ein steigender mittlerer Meeresspiegel erhöht die Ausgangslage, auf der Sturmhochwasser und Wellen wirken; dadurch können Belastungen der Küste zunehmen. Wie schnell ein bestimmtes Kliff zurückweicht, hängt aber zusätzlich von Bodenaufbau, Witterung, Strömung und Küstenschutz ab. Aus einem einzelnen Abbruch lässt sich sein Anteil am Klimawandel nicht bestimmen.
Sturmfluten und ihre Spuren an dieser Route
Die Sturmflut vom 20. und 21. Oktober 2023 ist für diese Runde besonders gut dokumentiert. Langanhaltender Ostwind, erhöhte Wasserstände und starker Seegang belasteten die nach Osten gerichteten Küsten. In Marienleuchte wurde das Ereignis als schwere Sturmflut eingeordnet. Die höheren Rekordstände anderer Orte an der schleswig-holsteinischen Ostsee sind nicht pauschal auf Fehmarn übertragbar.
Ein Bericht des Fehmarnschen Tageblatts vom November 2023 beschreibt Schäden am Radweg zwischen Burgtiefe und Meeschendorf sowie Küstenabbrüche bei Klausdorf. Dort war ein Teil des Weges damals unbenutzbar und sollte verlegt werden, am Südstrand und in Meeschendorf liefen Sicherungsarbeiten. Damit betraf das Ereignis mehrere Orte, an denen diese Tour vorbeiführt.
Auch die Wintersturmfluten im Januar 2017 und Januar 2019 verursachten an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste erhebliche Schäden. Nach 2023 dokumentiert das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie weitere Ostsee-Sturmfluten, unter anderem im Januar 2024, Januar 2025 und Januar 2026. Diese Ereignisse zeigen, warum Küstenwege regelmäßig kontrolliert und gelegentlich angepasst werden müssen. Welche Auswirkungen ein Ereignis auf Fehmarn hatte, muss jeweils örtlich beurteilt werden.
Für deinen Ausflug zählt deshalb der aktuelle Stand. Eine Schadensmeldung von 2023 beschreibt den damaligen Zustand und nicht den heutigen. Schau vor dem Start in den aktuellen Tourenverlauf und beachte Sperrungen vor Ort. Bei Sturmhochwasser ist die Steilküste kein Ausflugsziel; Wasserstand und Warnungen findest du bei der Wasserstandsvorhersage des BSH.
Raps, Kohl, Mais und Getreide im Jahreslauf
Die Felder hinter der Küste sind ein wichtiger Teil dieser Tour. Auf Fehmarn prägen vor allem Weizen, Raps und Gerste den Ackerbau; in der Umgebung von Klausdorf werden außerdem Kohl und Mais angebaut. Kohl gehört bereits seit der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zur landwirtschaftlichen Geschichte der Insel.
Der folgende Kalender hilft beim Einordnen. Er beschreibt typische Zeiträume und sichtbare Entwicklungsphasen, keine Zusage für ein bestimmtes Feld: Sorten, Wetter und der jeweilige Betrieb können die Termine deutlich verschieben.
- März und April. Wintergetreide und Winterraps werden dichter, später beginnt auf Sommerfruchtflächen die Bestellung. Grüne Flächen können bereits im Vorjahr ausgesät worden sein.
- Mai. Die typische Rapsblüte, daneben grünes Getreide sowie junge Maisbestände oder gepflanzter Kohl. Das Blühfenster hängt vom Wetter ab.
- Juni. Raps bildet Schoten, Getreide reift, Mais wächst höher, Kohl entwickelt größere Blätter. Das Gelb verschwindet, grüne und zunehmend goldene Flächen liegen nebeneinander.
- Juli und August. Ernte von Getreide und Raps, dazu Stoppelfelder, Stroh und Bodenbearbeitung, während Mais weiterwächst. Mähdrescher und Erntefahrzeuge brauchen Platz auf Wegen und Zufahrten.
- September bis November. Maisernte meist im September und Oktober, Herbst- und Lagerkohl je nach Sorte bis in den November. Neben der späten Ernte beginnt schon die Aussaat für das nächste Jahr.
- Winter. Niedrige Winterkulturen, Zwischenfrüchte, Stoppeln oder bearbeiteter Boden. Die niedrige Vegetation öffnet den Blick weit über die Insel.
Ein Kohlkopf besteht aus dicht aneinanderliegenden Blättern. Mais erkennst du im Sommer an den hohen Pflanzen mit langen Blättern und Kolben am Stängel, und beim Raps folgen auf die gelben Blüten längliche Schoten. Schon ein kurzer Halt am Weg reicht, um die Kulturen zu vergleichen.
Warum steht im nächsten Jahr auf demselben Acker etwas anderes? Die Fruchtfolge soll unter anderem Krankheiten und Schädlinge begrenzen und den Boden langfristig fruchtbar halten. Zwischenfrüchte können nach der Ernte den Boden bedecken; ein später im Jahr blühender Bestand kann zum Beispiel Senf sein und muss kein erneut blühender Raps sein.
Fotografiere vom Weg aus und lass Pflanzen stehen. Auch scheinbar ungenutzte Randstreifen können Lebensraum oder Teil der Bewirtschaftung sein. Hofläden bieten die passende Gelegenheit, Inselprodukte zu kaufen; ihre Lage und ihre Zeiten prüfst du am besten für deinen Reisetag.
So planst du einen entspannten Radtag
Starte nach dem Frühstück und gönne dir bei Katharinenhof eine längere Pause. Einen zweiten Halt kannst du in Marienleuchte oder beim Fährhafenblick einlegen, eine Einkehr anschließend in Burg. Wasser, ein kleiner Proviant und eine winddichte Jacke machen dich unterwegs unabhängig. Bei kräftigem Wind dauert die Runde spürbar länger.
Der geringe Höhenunterschied sagt wenig über den Untergrund aus. Naturwege, einzelne enge Passagen und Kopfsteinpflaster verlangen Aufmerksamkeit. Mit einem Anhänger oder unsicheren Kindern solltest du den Verlauf besonders sorgfältig prüfen. Ein E-Bike erleichtert das Treten bei Gegenwind, verändert aber die Anforderungen an das sichere Fahren nicht.
Eine Stelle wird geschoben. Komoot weist in der verlinkten Runde auf einen ungefähr 100 Meter langen Abschnitt hin, auf dem Radfahren nicht erlaubt ist. Dort gegebenenfalls schieben, sofern der Weg zu Fuß freigegeben ist, oder eine zulässige Umfahrung wählen. Örtliche Sperrungen gelten auch dann, wenn eine App die Passage noch vorschlägt.
Abstand halten, oben wie unten. Sowohl an der Kante als auch am Klifffuß gehört Abstand zu instabilen Böschungen. Nutze nur geöffnete Strandzugänge und klettere nicht über Abbruchstellen. Eine kürzere Rückfahrt über das Inselinnere ist sinnvoll, wenn Wetter oder Wegzustand gegen die gesamte Küstenrunde sprechen.
Häufige Fragen zur Steilküstentour
Wie lang ist die Steilküstenrunde ab Burgtiefe?
Rechne grob mit 34 bis 36 Kilometern. Das ist eine Planungsschätzung für den Einstieg ab Burgtiefe auf Grundlage der verlinkten Runde von 33,4 Kilometern. Zusätzliche Besuche in den Dörfern oder beim Leuchtturm Staberhuk verlängern den Ausflug.
Kann ich direkt am Südstrand starten?
Ja. Die Runde führt bereits östlich an Burgtiefe vorbei, keinen Kilometer von der Wohnung entfernt. Du steigst dort ein, fährst zunächst Richtung Meeschendorf und kehrst später über Burg und Neue Tiefe zurück.
Wo liegt der eindrucksvollste Steilküstenabschnitt?
Vor allem bei Katharinenhof und südlich davon treffen Küstenwald, steile Böschungen und Naturstrand aufeinander. Weiter nördlich bei Klausdorf geht die Küste allmählich in einen Deichabschnitt über.
Ist die Steilküstentour für Familien geeignet?
Das hängt von Alter, Ausdauer und Fahrpraxis ab. Die Runde ist relativ flach, enthält aber schmale und unbefestigte Passagen sowie eine kurze Schiebestelle. Für kleinere Kinder ist eine kürzere Variante mit einem festen Ziel oft angenehmer.
Wann blüht der Raps auf Fehmarn?
Typischerweise im Mai; je nach Witterung beginnt die Blüte früher oder später. Ob direkt an der Tour Raps steht, hängt von der Fruchtfolge des jeweiligen Jahres ab.
Gehört der Leuchtturm Staberhuk zur Runde?
Nein, er liegt außerhalb des hier beschriebenen Verlaufs und lässt sich mit zusätzlicher Zeit als eigener Abstecher ergänzen. Marienleuchte liegt dagegen direkt auf der Hauptroute.
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Herzliche Grüße vom Südstrand, Frank