Kirchentour auf Fehmarn

Mit dem Fahrrad ab Burgtiefe zu alten Kirchen und Inseldörfern

Ein Kirchturm, der Schiffen den Weg wies. Familien, die beim Gottesdienst in eigenen Logen saßen. Eine Truhe, für die drei Männer mit ihren Schlüsseln zusammenkommen mussten. Auf der Kirchentour stecken die Geschichten oft in einem einzelnen Detail. Wer kurz vom Rad steigt und genauer hinsieht, erfährt viel darüber, wie die Menschen auf der Insel früher lebten.

Von Burgtiefe fährst du über Neue Tiefe nach Burg und steigst dort in die Rundtour ein. Unterwegs besuchst du die vier historischen Kirchen in Burg, Bannesdorf, Petersdorf und Landkirchen sowie den Erinnerungsort der Peter-und-Paul-Kapelle. Dazwischen liegen Felder, alte Dorfkerne, die Nordküste am Grünen Brink und der Hafen von Lemkenhafen. Für die ganze Runde mit Besichtigungen würde ich einen Urlaubstag einplanen.

Wer lieber am Wasser bleibt: Die Hafentour nimmt dieselbe Nordroute, hält aber an Häfen statt an Kirchen. Alle Touren und was Fehmarn zum Radfahren ausmacht, stehen auf Fahrradtouren auf Fehmarn.

Karte der Insel Fehmarn mit der Kirchentour. Die Runde führt von Burg über Bannesdorf und Puttgarden an die Nordküste, über Wenkendorf und Dänschendorf nach Petersdorf und über Lemkenhafen und Landkirchen zurück; der Südstrand in Burgtiefe ist als Ausgangspunkt des Tages eigens eingezeichnet.
Der große Punkt ist der Einstieg an der St.-Nikolai-Kirche in Burg, der kleine der Südstrand, von dem aus der Tag anfängt.

Die Kirchentour ab Burgtiefe auf einen Blick

  • Start und Ziel: Burgtiefe am Südstrand
  • Einstieg in die Runde: Burg bei der St.-Nikolai-Kirche, über Neue Tiefe
  • Originalrunde: 38,6 km, 50 Meter Anstieg und 2:57 Stunden reine Fahrzeit laut Komoot
  • Gesamt ab Burgtiefe: grob 46 bis 48 km mit Hin- und Rückfahrt nach Burg. Eigene Planungsschätzung.
  • Zeitbedarf: etwa 3½ bis 4 Stunden Fahrt, mit Kirchenbesuchen und Pausen ungefähr 5 bis 7 Stunden
  • Anspruch: überwiegend flach, aber ein langer Tag mit vielen Stopps
  • Untergrund: Asphalt, Kies, unbefestigte Wege und Kopfsteinpflaster in den Dorfkernen
  • Beschilderung: Kirchen-Symbol auf der Themenrunde, die Zufahrt ab Burgtiefe planst du selbst

Zur Länge gibt es zwei Angaben: Die Tourbeschreibung von Fehmarn Tourismus spricht von rund 41 Kilometern, der verlinkte Komoot-Track zeigt 38,6. Für die Planung hier ist der Track die Grundlage. Die Strecke Burgtiefe–Burg kommt zweimal dazu; die genaue Gesamtlänge hängt von deiner Zufahrt, möglichen Umleitungen und weiteren Abstechern ab.

So verläuft die Runde mit Einstieg in Burg

Die Themenrunde liegt bei Komoot: Kirchentour Insel Fehmarn. Ihr ursprünglicher Startpunkt ist die Petrikirche in Landkirchen.

Die Reihenfolge deines Tages: Burgtiefe, Neue Tiefe, Burg, Niendorf, Bannesdorf, Puttgarden, Peter-und-Paul-Kapelle, Grüner Brink und Nordküste, Wenkendorf, Dänschendorf, Petersdorf, Lemkendorf, Lemkenhafen, Neujellingsdorf, Landkirchen, Burg, Neue Tiefe, Burgtiefe.

Ab Burg folgst du der Runde gegen den Uhrzeigersinn, zunächst nach Norden. Landkirchen, der ursprüngliche Startpunkt, liegt dadurch am Ende deines Tages. So erreichst du alle vier Kirchen, ohne zuerst an Burg vorbeifahren zu müssen.

Diese Zufahrt ist mein Vorschlag und kein Teil der vermessenen Strecke. Auf der Karte oben siehst du das: Der große Punkt sitzt an der St.-Nikolai-Kirche, der kleine am Südstrand. Die genauen Radwege dazwischen stellst du vorab in der Navigation ein.

Die Stationen zwischen Kirchen und Küste

1. Von Burgtiefe zur St.-Nikolai-Kirche in Burg

Du lässt den Südstrand hinter dir und fährst über Neue Tiefe nach Burg. Als erstes Ziel bietet sich die St.-Nikolai-Kirche an der Breiten Straße an. Stell das Fahrrad ab und nimm dir Zeit für einen Rundgang. Ist die Kirche am Vormittag noch geschlossen, hast du bei der Rückkehr nach Burg eine zweite Gelegenheit.

Die Ursprünge von St. Nikolai liegen um 1230. Später wurde die dreischiffige Hallenkirche mehrfach erweitert; der Turmbau wurde 1513 abgeschlossen. Das heutige Gebäude ist also über Jahrhunderte gewachsen, und an den unterschiedlichen Bauformen lässt sich dieser Wandel ablesen.

Im Inneren lohnt sich der Blick auf die Bronzetaufe, die von drei Löwen getragen wird, auf den Blasiusaltar und auf die Mondsichelmadonna. Solche Details machen den Besuch auch ohne kunsthistorisches Vorwissen interessant. Mein Vorschlag: Such dir zuerst ein Stück aus und schau es in Ruhe an, bevor du weitergehst.

Dass die Kirche dem heiligen Nikolaus gewidmet ist, passt zur Ortsgeschichte. Er gilt als Schutzpatron der Seefahrer und Getreidehändler, und Burg war ein Handelsmittelpunkt der Insel. Rund um Kirche, Breite Straße und Marktplatz begegnen dir damit zwei Seiten desselben Ortes. Das Fehmarn-Museum neben der Kirche vertieft die Inselgeschichte; dafür würde ich einen eigenen Termin vorsehen.

2. Bannesdorf und die Familienlogen von St. Johannis

Über Niendorf führt die Runde nach Bannesdorf. Der Ort wird bereits 1230 erwähnt. Er entstand als Angerdorf: Um einen gemeinsam genutzten Platz mit Viehweide und Wasserstelle ordneten sich die Häuser an. Mit diesem Wissen lohnt es sich, beim Durchfahren auch auf die Dorfanlage zu achten. Die Kirche steht am nördlichen Ortsrand.

St. Johannis ist die kleinste der vier historischen Kirchen dieser Tour. Ihr Ursprung liegt in der Mitte des 13. Jahrhunderts; ein genaues Baujahr ist nicht bekannt. Feldsteine und Backstein erzählen von verschiedenen Bauphasen. Der Holzturm kam 1701 hinzu und wurde nach einem Brand 1727 erneuert.

Besonders aufschlussreich sind die reich verzierten Familienlogen aus dem 18. Jahrhundert. Hier hatten angesehene Familien eigene Plätze oberhalb der gewöhnlichen Kirchenbänke. Die Logen zeigen, wie sichtbar gesellschaftliche Unterschiede selbst während des Gottesdienstes waren. Achte außerdem auf die gotländische Kalksteintaufe und die Reste spätgotischer Wandmalerei am Übergang zum Chor.

Ein Detail bleibt den meisten Besuchern verborgen: Für Teile des noch mittelalterlichen Dachstuhls wurde Holz aus dem 15. Jahrhundert verwendet. Das belegt eine Untersuchung, die die Stiftung KiBa beschreibt. Man muss also nicht alles sehen können, um zu verstehen, wie viel alte Bausubstanz über einem erhalten geblieben ist.

3. Puttgarden und die verschwundene Peter-und-Paul-Kapelle

Von Bannesdorf geht es weiter nach Puttgarden und zum Erinnerungsort der Peter-und-Paul-Kapelle. Schon lange vor dem modernen Fährverkehr kamen Menschen aus Skandinavien hier über den Fehmarnbelt. Für Pilger war die Überfahrt ein Abschnitt einer viel längeren Reise.

Die Kapelle ist seit 1198 belegt und wurde 1644 zerstört. Nach der Überfahrt von Lolland dankten Reisende hier für ihre sichere Ankunft und gaben ein Opfer in den eichenen Strandblock. Bis zur Reformation war der Ort ein Wallfahrtsziel. Heute findest du eine kleine Schutzhütte mit Glockenturm und eine Informationstafel.

Der alte Opferstock ist erhalten und steht heute in der St.-Jürgen-Kapelle in Burg. Das ist ein schöner Zusammenhang für einen späteren Spaziergang durch die Stadt. Auf dieser Radrunde genügt zunächst ein Halt an der Gedenkstätte: Der Ort erzählt davon, wie eng Fehmarns Geschichte mit der Überfahrt zwischen Deutschland und Dänemark verbunden ist.

4. Am Grünen Brink entlang zur Nordküste

Hinter der Kapellenstation erreichst du die Nordküste. Am Grünen Brink wird aus dem Tag zwischen Dorfkirchen auch eine Küstentour. Folge den freigegebenen Wegen, genieße die offenen Blicke und plane eine Pause ein. Nach den Innenräumen tut es gut, den Blick wieder weit über Wasser und Wiesen schweifen zu lassen.

Die Landschaft hat ihre eigene Entstehungsgeschichte: Deichbau und veränderte Strömungen begünstigten die Ausbildung von Strandwällen und abgeschlossenen Strandseen. Seit 1938 steht der Grüne Brink unter Naturschutz, und heute ist das Gebiet ein wichtiger Ort für die Vogelwelt. Für eine kurze Beobachtung hältst du am Weg an; die geschützten Flächen bleiben unbetreten.

Wenn dich dieser Teil des Tages mehr fesselt als die Kirchen, ist die Wasservogelreservatstour die passende Fortsetzung. Sie widmet denselben Landschaften einen ganzen Tag und erklärt, was da am Wasser steht.

Der weitere Küstenabschnitt führt westwärts, bevor du bei Wenkendorf wieder ins Inselinnere abbiegst. Hier merkt man auch bei geringer Steigung, wie viel Einfluss der Wind auf einen Radtag hat. Heb dir genügend Kraft für die zweite Hälfte der Runde auf.

5. Über Wenkendorf und Dänschendorf durch die Bauerndörfer

Zwischen Wenkendorf, Dänschendorf und Petersdorf bestimmen Felder und Hofanlagen das Bild. In Dänschendorf liegen zwei Dorfteiche; alte Höfe und Landarbeiterhäuser erinnern an die landwirtschaftliche Prägung des Ortes. Die Teiche bieten einen guten Anlass, kurz langsamer zu werden und sich den Dorfkern anzusehen.

Die Kirchen auf Fehmarn gehörten zu einem Netz von Kirchspielen, also Pfarrbezirken mit mehreren Dörfern. Aus diesen Strukturen entwickelte sich auch die frühere Verwaltung der Insel. Wer zwischen den Kirchen durch die kleinen Orte fährt, sieht deshalb den Zusammenhang zwischen den Höfen auf dem Land und ihren kirchlichen Zentren.

6. Petersdorf und Fehmarns höchster Kirchturm

Petersdorf wird 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Als Kirchenstandort und durch die Ansiedlung von Handwerkern und Gewerbetreibenden entwickelte es sich zum Hauptort des Inselwestens; bereits 1596 ist hier eine Schule belegt. Rund um den Dorfteich und in den kleinen Straßen lohnt sich ein Spaziergang, bevor du wieder aufs Rad steigst.

Die St.-Johannis-Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, ihr heutiger Turm kam im 16. Jahrhundert hinzu. Mit rund 64 Metern ist er der höchste Kirchturm Fehmarns und diente früher auch den Schiffern als Orientierung bei Tageslicht. Der Turm gehört damit ebenso zur Seefahrtsgeschichte wie zur Geschichte des Dorfes.

Im Inneren fallen der gotische Flügelaltar und die alte Taufe aus gotländischem Kalkstein auf. Nach dem Besuch in Bannesdorf kannst du hier vergleichen: zwei Taufbecken mit einer Verbindung nach Gotland, in zwei unterschiedlichen Dorfkirchen. Schon an diesen einzelnen Gegenständen wird deutlich, dass die Insel im Mittelalter Teil eines größeren Ostseeraums war.

Auch der Lindenkranz um Kirche und Friedhof hat eine Geschichte: Die 64 Linden erinnern an den Deutsch-Dänischen Krieg von 1864. Nimm dir deshalb ruhig noch ein paar Minuten für das Außengelände. Kirche, Bäume und Dorfkern gehören bei diesem Halt zusammen.

7. Über Lemkendorf nach Lemkenhafen

Von Petersdorf führt die Runde über Lemkendorf nach Lemkenhafen. Hier bietet sich eine längere Pause am Hafen an. Prüfe vor der Tour, welche Einkehrmöglichkeiten an deinem Reisetag geöffnet sind. Wenn du dir in den Kirchen viel Zeit genommen hast, behalte außerdem die verbleibenden Besuchszeiten in Landkirchen im Blick.

Lemkenhafens Geschichte verbindet Fischerei mit Getreidehandel; der Hafen entwickelte sich zu einem wichtigen Umschlagplatz für die Ernte der Insel. Dazu passt die Mühle „Jachen Flünk“, die der Kornhändler und Schiffsreeder Joachim Rahlff 1787 errichten ließ. Sie war bis 1954 in Betrieb und ist heute ein Mühlen- und Landwirtschaftsmuseum.

Das Museum ist ein zusätzlicher Stopp mit eigener Besuchszeit. Schon die Mühle von außen macht verständlich, wie Landwirtschaft, Verarbeitung und Transport zusammenhingen. Für eine Besichtigung ergänzt du die Zufahrt zum Mühlenweg; die aktuellen Saisonzeiten erfragst du beim Mühlenmuseum. Danach geht es über Neujellingsdorf Richtung Landkirchen.

8. Landkirchen und die Truhe mit den drei Schlüsseln

In Landkirchen erreichst du St. Petri, die vierte historische Kirche des Tages. Ihr Ursprung wird meist auf die Zeit um 1230 datiert; die Stadtchronik nennt 1220. Der Backsteinbau steht auf einer kleinen Anhöhe. Auffällig ist der hölzerne Glockenturm von 1638, der einige Meter neben der Kirche steht. Auf dem Kirchengebäude selbst sitzt ein kleiner Dachreiter.

Innen findest du barocke Ausstattung und einen Gegenstand, dessen Bedeutung weit über den Gottesdienst hinausging: den Landesblock. In dieser mittelalterlichen Truhe wurden bis 1867 wichtige Urkunden und Siegel der Landschaft Fehmarn aufbewahrt. Drei Kämmerer mussten mit ihren Schlüsseln zusammenkommen, um sie zu öffnen.

Damit erzählt St. Petri auch von gemeinsamer Verantwortung. Die wichtigsten Schriftstücke der Insel lagen an einem Ort, zu dem kein einzelner Amtsträger allein Zugang hatte. Nach Türmen, Altären und Familienlogen ist diese schlichte Truhe ein besonders einprägsamer Abschluss der Kirchenbesuche.

9. Über Burg zurück an den Südstrand

Von Landkirchen führt dich die Runde zurück nach Burg. Hier schließt sich deine Kirchentour. Je nach Tageszeit bleibt noch Raum für einen Kaffee oder einen kurzen Gang durch die Altstadt. Anschließend fährst du über Neue Tiefe zurück nach Burgtiefe.

Vielleicht fällt dir unterwegs auf, wie unterschiedlich die vier Kirchen in Erinnerung bleiben: ein Kunstwerk in Burg, die Logen in Bannesdorf, der hohe Turm in Petersdorf, die Truhe in Landkirchen. Genau dafür lohnt es sich, die Runde mit mehreren ruhigen Aufenthalten zu fahren.

Bauzeiten und Besonderheiten im Vergleich

Die Kirchen wurden über Jahrhunderte verändert. Eine Datierung wie „um 1230″ bezeichnet ihren frühen Ursprung, nicht das Baujahr jedes heute sichtbaren Teils.

  • St. Nikolai in Burg. Ursprung um 1230, Turm bis 1513. Bronzetaufe mit Löwen, Blasiusaltar und Mondsichelmadonna.
  • St. Johannis in Bannesdorf. Mitte des 13. Jahrhunderts, Holzturm ab 1701. Familienlogen, Feldsteinmauerwerk und mittelalterliche Ausstattung.
  • Peter und Paul bei Puttgarden. Seit 1198 belegt, 1644 zerstört. Heute ein Erinnerungsort mit Schutzhütte und Glockenturm.
  • St. Johannis in Petersdorf. 13. Jahrhundert, heutiger Turm aus dem 16. Rund 64 Meter hoch, dazu gotischer Altar und Kalksteintaufe.
  • St. Petri in Landkirchen. Ursprung um 1230, Glockenturm 1638. Freistehender Holzturm und der Landesblock.

So planst du den Tag mit genügend Zeit

Starte am Vormittag und stimme den ersten Halt in Burg auf die Kirchenöffnung ab. Als eigene Planung würde ich pro Kirche ungefähr 20 bis 30 Minuten vorsehen, für Petersdorf mit Dorfspaziergang etwas mehr. Kapellenstation, Küstenpause und eine Einkehr kommen dazu. Mit rund 5 bis 7 Stunden einschließlich Fahrt bleibt der Tag gut überschaubar; Museumsbesuche verlängern ihn.

Besuchszeiten vorher klären. Die Kirchen haben unterschiedliche Besuchszeiten, und Gottesdienste, Trauungen oder andere Veranstaltungen können eine Besichtigung einschränken. Frag vorab bei den Kirchengemeinden auf Fehmarn nach. Ein Hinweis, der gerne übersehen wird: Die auf deren Seiten genannten Bürozeiten sind nicht automatisch die Öffnungszeiten der Kirchen.

Rad und Gepäck. Ein Trekkingrad oder E-Bike passt gut zur Mischung aus befestigten und unbefestigten Wegen. Nimm Wasser, einen kleinen Proviant, Windschutz und ein Fahrradschloss mit. In den Dorfkernen bremst Kopfsteinpflaster das Tempo. Für Familien entscheidet neben der Kondition auch, wie gern die Kinder mehrere Besichtigungsstopps mitmachen.

Umleitung möglich. Fehmarn Tourismus weist auf Bauarbeiten an einem Windpark im Bereich Vadersdorf–Petersdorf hin, mit angekündigter Umleitung und einer geplanten Dauer bis Mitte 2027. Welche Wege genau betroffen sind, lässt sich daraus nicht ableiten. Maßgeblich sind die aktuelle Wegeführung und die Beschilderung vor Ort; sieh dir vor der Fahrt die aktuellen Hinweise zur Kirchentour an.

Häufige Fragen zur Kirchentour

Wo beginnt die Kirchentour, wenn ich in Burgtiefe wohne?

An der St.-Nikolai-Kirche in Burg. Du fährst über Neue Tiefe dorthin und steigst dort in die Rundtour ein. Nach der Runde über Bannesdorf, Petersdorf und Landkirchen kommst du nach Burg zurück und radelst wieder zum Südstrand.

Warum nennen zwei Quellen verschiedene Längen?

Die Tourbeschreibung von Fehmarn Tourismus spricht von rund 41 Kilometern, der verlinkte Komoot-Track zeigt 38,6. Ich rechne mit dem Track, weil er die Strecke ist, die du auf dem Rad dabeihast. Mit Hin- und Rückfahrt zwischen Burgtiefe und Burg würde ich grob 46 bis 48 Kilometer einplanen. Das ist eine Planungsschätzung.

Ist die Kirchentour an einem Tag machbar?

Für geübte Freizeitradler ja. Rechne mit ungefähr 5 bis 7 Stunden einschließlich Kirchenbesuchen und Pausen. Die reine Fahrzeit reicht als Tagesplanung nicht aus: Gegenwind und zusätzliche Museumsbesuche brauchen mehr Zeit.

Welche Kirchen liegen auf der Tour?

St. Nikolai in Burg, St. Johannis in Bannesdorf, St. Johannis in Petersdorf und St. Petri in Landkirchen. Hinzu kommt der Erinnerungsort der früheren Peter-und-Paul-Kapelle bei Puttgarden. Die beiden Johanniskirchen liegen in unterschiedlichen Dörfern, das wird gern verwechselt.

Lohnt sich die Tour auch ohne Interesse an Religion?

Ja, wenn du gern alte Orte und ihre Geschichten entdeckst. Die Kirchen erzählen auch von Handel, Schifffahrt, Handwerk und früherer Verwaltung. Dazu kommen die Dorfkerne, die Nordküste und Lemkenhafen. Wer die Gebäude nur von außen ansieht, sollte wissen, dass einige der spannendsten Details im Inneren liegen.

Nach der Kirchentour zurück nach Burgtiefe

Von Meerzeitliebe und der Zweiten Liebe aus lässt sich dieser Radtag direkt beginnen. Danach wartet der Balkon mit Meerblick oder die Terrasse mit eigenem Strandkorb, und die letzten Minuten des Tages verbringst du wieder am Südstrand.

Wenn dich auf der Tour besonders die Gebäude interessiert haben, setzt sich das Thema direkt vor der Haustür fort: Die Arne-Jacobsen-Siedlung in Burgtiefe erzählt ein jüngeres Kapitel der Architektur auf Fehmarn. So reicht dein Tag von mittelalterlichen Kirchen bis zur modernen Ferienarchitektur.

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Herzliche Grüße vom Südstrand, Frank